
BUND kritisiert widersprüchliche Politik des Landwirtschaftsministers
Was will Sachsens Landwirtschafts- und Umweltminister Frank Kupfer (CDU) wirklich, den Ökolandbau nachhaltig finanziell fördern oder weiterhin mit Agro-Gentechnik und Gülle aus Massentierhaltung ruinieren? Dass die Subventionen für ökologisch erzeugte, gesunde Nahrungsmittel spürbar erhöht werden, freut nicht nur Roland Einsiedel von der Sächsischen Interessengemeinschaft für ökologischen Landbau. Auch Hans-Udo Weiland, Landesvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Sachsen, begrüßt die damit verbundene wesentliche Entlastung der Umwelt von Pestiziden, Klärschlämmen und gesundheitsschädigender Gülle aus Massentierhaltungen. Die Frage ist nur, auf welchen Ackerflächen der zusätzliche Ökolandbau betrieben werden soll, wenn Kupfer gleichzeitig vehement für weitere industrielle Schweinemastanlagen unter anderem in Krippehna , Gemeinde Zschepplin eintritt und darüber hinaus ein unbelehrbarer Befürworter der inzwischen international geächteten Agro-Gentechnik in unserer Region ist.
Dieser Spagat zwischen anbiederndem Industrie-Lobbyismus und opportunistischer Ökopolitik wird Frank Kupfer zerreißen. Wenn er weiterhin versucht, konzeptionslos alle divergierenden Interessen zu bedienen, muss er damit rechnen, als Politiker ohne jede Fachkenntnis betrachtet zu werden, der die Tragweite seiner Einzelentscheidungen nicht überschauen kann, oder aber als nach allen Seiten offen, und damit als nicht ganz dicht, angesehen zu werden. Als Trost bleibt heute nur, dass Landwirtschaft und Umwelt in Sachsen mit der Wahl in knapp vier Wochen mit einem anderen Minister eine neue Chance bekommen.
BUND Sachsen e.V.
Hans-Udo Weiland
Landesvorsitzender
weiland@bund-sachsen.de
Fon: 03423 60 84 24
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