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BUND Landesverband Sachsen

Die ausführlichen Antworten der Freien Wähler auf unsere Wahlprüfsteine

1. Befürworten Sie eine Klimapolitik, die zwecks Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze aus dem Pariser Klima-Abkommen verbindlich auf Nullemissionen in rund zwei Jahrzehnten abzielt und damit auf null fossile Brennstoffe bei Strom, Wärme, Mobilität, Kunststoffen und Landwirtschaft – und dies in sämtlichen politischen Entscheidungen hin zu einem Klimaschutzgesetz so umsetzt?

Wir befürworten eine Klimapolitik, die mit Augenmaß die Nutzung fossiler Rohstoffe in den nächsten zwei Jahrzehnten weltweit reduziert. Einen kompletten Verzicht auf fossile Ressourcen weltweit halten wir für utopisch, in Deutschland durch den Einsatz alternativer Energie- und Mobilitätskonzepte, zum Beispiel durch den Einsatz von Wasserstoff, für möglich.

 

2. Befürworten Sie im Interesse von Klimaschutz, Biodiversitätsschutz und der Lösung weiterer Umweltprobleme auch eine deutlich reduzierte Tierhaltung?

Diese Forderung ist uns zu allgemein. Wir befürworten ökologisch und im Sinne des Tierschutzes eine andere Tierhaltung von Nutztieren, zum Beispiel für die Fleischproduktion. Massentierhaltung nach dem Motto "Geiz ist geil" um möglichst billig Fleisch auf den Tisch zu bringen, lehnen wir ab. Wir wollen im ländlichen Bereich gerade wieder den klassischen Landwirt, den klassischen Metzger und auch den klassischen Bäcker unterstützen, der handwerklich und qualitativ hochwertige Ware an den Mann/die Frau bringt. 

 

3. Befürworten Sie unter anderem zur Bekämpfung des Insektensterbens einen vollständigen Ausstieg aus der Pestizidnutzung in zehn Jahren?

Auch diese Aussage ist uns zu allgemein gehalten. Pestizide sind insbesondere in der Landwirtschaft auf Grund des erheblichen Preisdrucks am Markt und der hohen Dichte an Monokulturen um den Markt zu bedienen zu einem Mittel geworden, welches auf Dauer nicht gesund ist, weder für Mensch noch Tier. Wir wollen weg von der industrialisierten Landwirtschaft hin zum "klassischen" Landwirt. Dies geht nur, wenn sich das Konsumverhalten der Menschen ändert und Billig nicht im Vordergrund steht, sondern gute Qualität zu einem angemessenen Preis.  

 

4. Befürworten Sie den Umbau der Agrarsubventionen – entsprechend den Möglichkeiten der jeweiligen Politikebene – auf einen Vorrang für den Ökolandbau im Interesse von Naturschutz, Gewässern, Bodenfruchtbarkeit und Klima?

Sehen Sie dazu Bemerkungen zu Punkt 3.

 

5. Befürworten Sie einen konsequenten Artenschutz, etwa beim Wolf?

Artenschutz ja, aber dort, wo eine Art zur Bedrohung für den Menschen wird, hat Artenschutz seine Grenzen.

 

6. Befürworten Sie die Erhaltung und Einhaltung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und ihrer Ziele eines guten Gewässerzustandes bis spätestens 2027 für 100 % der Gewässer statt bisher 3 % – einschließlich eines Hochwasserschutzes, der nicht länger auf weitgehend technischem Wege abläuft, sondern den Gewässern mehr Raum gibt?

Dem stimmen wir so zu.

 

7. Befürworten Sie die Konzentration auf ökologische Mobilität in der Verkehrspolitik?

Was heißt ökologische Mobilität? Wie definieren Sie diese? Elektromobilität beispielsweise erfährt derzeit einen unangemessenen Hype, denn in der Ökobilanz werden Herstellung und Entsorgung sowie Stromherstellung gerne vergessen. Hier müssen alternative Konzepte ausreichend gewürdigt werden, wie beispielsweise die Wasserstofftechnologie. Außerdem ist auch zwischen Stadt und Land zu unterscheiden. Derzeitige Verkehrspolitik konzentriert sich auf urbane Räume. Für den ländlichen Raum gelten andere Bedingungen, neben alternativen Technologien muss mehr Augenmerk auf den schienengebundenen Verkehr und neue ÖPNV Konzepte gelegt werden, vor allem viel mehr auf die Verknüpfung der Verkehrsmittel.

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