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BUND Landesverband Sachsen

Rette unser Wasser: BUND Sachsen übergibt Forderungen an Umweltstaatsminister Thomas Schmidt

13. September 2018 | BUND, Flüsse & Gewässer

Anlässlich des heutigen Wasser-Aktionstags des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) traf sich am heutigen Donnerstag eine Delegation des BUND Sachsen mit dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, vor dem Sächsischen Landtag.

David Greve, Geschäftsführer des BUND Sachsen, und Sandra Siebert, Referentin des BUND-Projektes „Entwicklung von Bächen und Ortsbild im ländlichen Raum“, übergaben dem Staatsminister 22 Forderungen des BUND Sachsen zur konsequenten Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

Gerade einmal drei Prozent der sächsischen Flüsse und Bäche und nur 43 Prozent der Seen erreichen nach den Kriterien der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie den ökologisch guten Zustand. Die WRRL ist das wichtigste europäische Wasserschutzgesetz. Anlässlich der EU-Beratungen über die WRRL forderte der BUND ein klares Bekenntnis der Landesregierung zum Schutz der Gewässer. Der Verband erwartet ein deutliches „Ja“ zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und deren fristgerechte Umsetzung bis 2027.

„Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Das Thema liegt uns daher sehr am Herzen“, sagte Staatsminister Thomas Schmidt anlässlich des Termins. „Die Kriterien der Wasserrahmenrichtlinie zur Bewertung der Gewässer sind sehr komplex. Wir haben bei der Verbesserung des Zustandes der Gewässer seit den 1990er Jahren sehr viel erreicht. Trotzdem werden wir in den Bemühungen nicht nachlassen, noch mehr zu erreichen. Dabei gehen wir jetzt auch Themen an, die bisher tabu waren, zum Beispiel die Eliminierung von Arzneimittelresten bei der Abwasserbehandlung“. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen, sagt dazu: „Wir vom BUND fordern, dass Sachsen seine Verpflichtungen aus der Wasserrahmenrichtlinie einhält. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“

Der Hitzesommer mit Rekordtemperaturen, niedrigen Wasserpegelständen, Fischsterben und starkem Blaualgenwachstum hat einmal mehr gezeigt, dass es den Gewässern in Deutschland nicht gut geht. Über 90 Prozent der Seen und Flüsse waren bereits vor diesem Sommer in einem besorgniserregenden Zustand. Der Artenrückgang in Gewässern ist zudem viel dramatischer als an Land oder im Meer.

Vor allem nicht sichtbare Bedrohungen trüben die Wasseridylle. So leiden viele Gewässer unter zu viel Nitrat und Pestiziden aus der industriellen Landwirtschaft. Hormone, Schadstoffe aus der Industrie und Mikroplastik, unter anderem aus Kosmetikprodukten, setzen ihnen zu. Auch schaden bauliche Veränderungen dem Leben im Fluss. Künstlich begradigte und vertiefte Gewässer bieten kaum Lebensraum für Fische, Insekten, Fischotter oder Frösche.

Die im Rahmen des EU-Überprüfungsprozess drohende Aufweichung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) lehnt der BUND ab. Im Herbst beraten die Umweltminister der EU-Staaten in Wien über die Fortführung der WRRL.

Weitere Informationen:

Langversion der Forderungen des BUND Sachsen

Kurzversion der Forderungen des BUND Sachsen 

 

Pressekontakt:
Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Tel. 0341 49 27 78 66, felix.ekardt(at)bund-sachsen.de



 

 

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