Am Sonntag, den 7. Juni von 10:00 – 12:30 Uhr nimmt uns Peter A. Schmidt, DER Experte für die Meißner Bosel auf eine geführte Tour mit – ein Kenner des Gebietes mit langjähriger, tiefer Erfahrung. Gemeinsam erkunden wir atemberaubende Aussichten in die Dresdner Elbtalweitung und tauchen ein in die faszinierenden trockenwarmen Lebensräume dieses einzigartigen Naturjuwels.
Startpunkt: Wanderparkplatz Sörnewitz (Elbgaustraße)
Zeitraum: 10:00 – 12:30 Uhr
Nach der rund zweieinhalb-stündigen Tour besteht die Möglichkeit, bei einem Getränk das Erlebte Revue passieren zu lassen, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.
Die Bosel
Die Bosel liegt im Spaargebirge zwischen Meißen und Coswig (OT Sörnewitz). Sie gehört zu den bedeutendsten Wärmeinseln des Elbtalgebietes und ist als FFH-Gebiet sowie Flächennaturdenkmal unter Schutz gestellt.
Die trockenwarmen, licht bewaldeten bis offenen Lebensräume sind Heimat wärmeliebender und trockenheitstoleranter Arten, wie sie für das sächsische Elbhügelland charakteristisch sind. Weiterhin befindet sich dort der Boselgarten, eine Zweigstelle des Botanischen Garten Dresden. Er zeigt auf einer Fläche von insgesamt ca. 2.500 m² etwa 800 verschiedene Pflanzenarten. Den Schwerpunkt bilden bis heute die wärmeliebenden Arten des Elbhügellandes.
Ein Biotopverbund trockenwarmer Lebensräume
Die Exkursion wird im Zuge des Projektes „XERO – Biotopverbund trockenwarmer Lebensräume im sächsischen Elbtal“ durchgeführt. Die Bosel ist eins von fünf Schwerpunktgebieten im Projekt. In den nächsten Jahren sollen dort Maßnahmen zum Erhalt der trockenwarmen Lebensräume durchgeführt werden.
Charakteristische Pflanzen- und Tierarten der Bosel
Berg-Lauch (Allium lusitanicum) Blauer Lattich (Lactuca perennis), Traubige Graslilie (Anthericum liliago) Echte Hirschwurz (Cervaria rivini) Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) Blaugrünes Labkraut (Galium glaucum) Nickendes Leimkraut (Silene nutans)
Als Arten der FFH-Richtlinie sind neben der Spanischen Flagge und dem Eremit (prioritäre Insektenarten) auch das Große Mausohr zu nennen – ein Beleg für den besonderen naturschutzfachlichen Wert des Gebietes.
