BUND Landesverband Sachsen

Luchsland Sachsen – Die Rückkehr der Pinselohren in Sachsens Wälder

Der Luchs ist an einigen Stellen in Deutschland wieder unterwegs und macht unsere Natur ein Stück reicher. Doch lässt er sich vom Menschen in freier Wildbahn nur selten beobachten. Denn wie das Sprichwort „Ohren wie ein Luchs“ schon sagt, sind die Tiere äußerst hellhörig und vorsichtig. Dazu kommt, dass sie vor allem in der Dämmerung und nachts auf die Pirsch gehen. Der BUND arbeitet an der Vision, dass Luchse in Mitteleuropa wieder flächendeckend in geeigneten Lebensräumen zurückkehren können.

Der BUND Sachsen fordert

  • Entwicklung grüner Korridore als Wanderrouten für Wildtiere
  • Rückzugsräume für diese scheue Wildtierart schaffen und erhalten
  • Durch Flächensicherung zugleich größere Ökosysteme besser schützen

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Der Luchs in Sachsen

Lange Zeit war der Luchs im Freistaat heimisch und lebte in den großen Waldgebieten Sachsens. Doch durch die starke Besiedlung, einhergehend mit einer zunehmenden Waldrodung und durch seine extreme Bejagung wurde er schließlich ausgerottet. Sachsens letzter Luchs wurde 1743 bei Hinterhermsdorf in der Sächsischen Schweiz geschossen.

So erging es der gesamten Luchspopulation in Deutschland, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts im ganzen Land ausgerottet war. Mit Hilfe von Wiederansiedlungsprojekten im Pfälzerwald, Harz und Bayrischen Wald kehrt der Luchs nun langsam in seine frühere Heimat zurück. Auch in Sachsen lässt er sich mittlerweile hin und wieder blicken, doch heimisch ist der Luchs im Freistaat noch nicht. Meistens handelt es sich dabei um Männchen, die auf der Suche nach einem geeigneten Lebensraum sind. Oftmals sind die Besuche jedoch nicht von Dauer, da sich ein längerer Aufenthalt ohne Weibchen nicht lohnt.

Da die Tiere bei ihrer Wanderung nicht an Grenzen Halt machen, stellt Sachsen eine wichtige Schnittstelle für den Austausch zwischen den Luchspopulationen dar. Luchse aus dem Harz, Bayrischen Wald, Tschechien und Polen können im Freistaat aufeinandertreffen und somit die genetische Vielfalt der Art aufrechterhalten. Langfristig bildet Sachsen auch eine wichtige Verbindung in die Karpaten.

Projektleitung

Almut Gaisbauer


E-Mail schreiben Tel.: 0341-3065 396 Mobil: 0157-579 538 82

Projektkoordination

Marlen Schmid


E-Mail schreiben Tel.: 0341-3065 396 Mobil: 0157-579 538 82

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