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BUND Landesverband Sachsen

Lebensadern für Mensch und Natur

Flüsse und Bäche, die einstigen blauen Lebensadern unserer Landschaft, fristen heute in einem besorgniserregenden Schattendasein. Die derzeitige Situation in Sachsen ist alarmierend: Nur drei Prozent unserer Fließgewässer befinden sich nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in einem guten ökologischen Zustand.

In hohe Mauern eingepferchter Bach mit für Fische unüberwindbaren Absturz im Hintergrund  (Sandra Siebert / BUND Sachsen )

Bäche schlängelten sich einst durch Orte und Landschaften und beheimateten eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Die sensiblen und wertvollen Lebensräume sind heute stark bedroht. Kaum ein anderer Lebensraumtyp wurde in den letzten Jahren durch den Menschen so stark beeinträchtigt. Bäche wurden begradigt und in ein enges Betonkorsett gezwängt, um die angrenzenden Flächen für den Menschen nutzbar zu machen. Bebauung und landwirtschaftliche Flächen reichen bis an den Gewässerrand, mit verheerenden Folgen für Fische, Muscheln, Krebse und Insektenlarven aber auch Säugetiere, wie Biber und Otter.

Mehr Freiheit für die Bäche

Projektgebiete im Landkreis Mittelsachsen

Der BUND Sachsen will die Bäche aus ihrem Schattendasein befreien. Dafür hat der BUND Sachsen zu Beginn des Jahres 2018 das Projekt „Gestaltungspotenzialanalyse von Bächen im ländlichen Raum zur Verbesserung der Lebens- und Wohnumfeldqualität mit Handlungsleitfaden zur Umsetzung mit integrierten Nutzen“ gestartet. Projektziel ist die Erarbeitung eines anschaulichen Handlungsleitfadens für die sächsischen Kommunen. Dieser soll ihnen bei der naturnahen Entwicklung ihrer Bäche helfen. Für den Unterhalt von Bächen sind die Kommunen verantwortlich. Aufgrund fehlender finanzieller, zeitlicher und fachlicher Ressourcen gelingt es oft nicht, dem Gewässerunterhalt im erforderlichen Umfang nachzukommen.

Für drei Projektgewässer im Landkreis Mittelsachsen entwickelt der BUND Sachsen Handlungsoptionen, die positive Wirkungen haben auf:

  • die Verbesserung des Orts- und Landschaftsbildes
  • die Steigerung des Erholungswertes des Gewässerraumes für Anwohner*innen
  • die Erhöhung der Struktur- und Artenvielfalt
  • die Minderung von Hochwasserrisiken

Gemeinsam mit den kommunalen Entscheidungsträgern und den zuständigen Fachbehörden werden die Handlungsempfehlungen hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit diskutiert und optimiert. Die gewonnenen Erkenntnisse und praxistauglichen Handlungsoptionen ergeben zum Ende des Projektes einen anschaulichen Handlungsleitfaden. Der Leitfaden gibt zudem Antworten zu Finanzierungsmöglichkeiten von Maßnahmen und den einzelnen Schritten von der Ideenphase bis zur Umsetzungsphase. 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

 

 

Sandra Siebert

Referentin im Projekt: Entwicklung von Bächen und Ortsbild im ländlichen Raum
Kamenzer Straße 35 01099 Dresden E-Mail schreiben Tel.: 0351 874 761 40

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