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BUND Landesverband Sachsen

Der Wolf in Sachsen

Mehr als 150 Jahre lang galt der Wolf als ausgerottet. Im Jahr 2000 war die Sichtung des ersten Wolfes in der Lausitz eine Sensation. Die vom Bundeskabinett beschlossene Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes und die seit Juni 2019 geltende Wolfsverordnung des Freistaates Sachsen erleichtert den Abschuss des Wolfes und die Auslöschung ganzer Rudel. Damit droht dem Wolf die erneute Ausrottung. Als größter und wichtigster gemeinnütziger Natur- und Umweltschutzverband Deutschlands sehen wir uns in der Verantwortung, der Politik die Stirn zu bieten und überprüfen die Möglichkeit einer Klage. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, für den Wolf zu kämpfen. Der Wolf gehört nach Sachsen!

Der BUND Sachsen fordert

  • Keine experimentelle Gesetzgebung
  • Entfernung des Wolfs aus dem sächsischen Jagdrecht
  • Tötung von "Problemwölfen" ist grundsätzlich keine Option
  • Vergrämungsmaßnahmen bei Wolfssichtungen schnell und unbürokratisch
  • Grenzübergreifender Austausch von Verantwortungsträger*innen, Multiplikator*innen, Tierhalter*innen und Jäger*innen
  • Sichere Weidetierhaltung einfach, schnell und unbürokratisch ermöglichen
  • Schaffung einer Förderung für naturschutzgerechte Weidesysteme
  • Umfassende Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit

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Der Wolf in Sachsen

Häufig gestellte Fragen

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Wie viele Wölfe gibt es in Sachsen?

In Sachsen leben aktuell 18 Rudel (Stand 2018). Zu einem Rudel zählen die Elterntiere, die Jährlinge und die Welpen. Eine genaue Anzahl der Wölfe ist nur schwer zu bestimmen. Experten schätzen sie auf 200 Tiere. Aktuelle Zahlen zu den Rudeln, Totfunden oder Paaren gibt es unter https://www.dbb-wolf.de

Warum müssen wir Wölfe schützen?

Wölfe unterliegen der FFH-Richtlinie und haben danach – auch in Sachsen – einen kritischen Erhaltungszustand. Die gesunde Population einer genetischen Linie umfasst 1.200 Tiere. Der Wolf ist also immer noch akut vom Aussterben bedroht.

Der Wolf ist ein sogenanntes Schlüsseltier, das aktiv zur Renaturierung ganzer Regionen beitragen kann. Dies wurde im Yellowstone Nationalpark dokumentiert. So beeinflusst der Wolf die Verjüngungsdynamik von Wäldern positiv - wo Wölfe sind, wächst der Wald! Er erbeutet bei seiner Jagd oft ältere oder schwächere Tiere und trägt so zur Gesundheit von Populationen anderer Tiere bei. Als Langdistanzwanderer begünstigt er die Verbreitung kleinerer Lebewesen.

Wo kommen die Wölfe her?

Der Wolf ist Anfang der 2000er Jahre aus Polen wieder nach Deutschland eingewandert. Auf Informationsveranstaltungen des BUND Sachsen wurde uns berichtet, dass Wölfe bereits zu DDR-Zeiten auf dem Truppenübungsplatz „Oberlausitz“ gewesen seien. Sie seien aber beim Verlassen des Platzes abgeschossen worden.

Muss ich Angst vor Wölfen haben?

Wölfe sind Raubtiere und als solche mit Respekt zu behandeln. Der Mensch muss aber vor Wölfen keine Angst haben. In aller Regel bemerken uns die Wölfe lange, bevor wir sie bemerken können und halten Abstand. Die letzten Angriffe von Wölfen auf Menschen - im letzten Jahrhundert - waren der Tollwut geschuldet. Diese gilt aber seit Jahren in unseren Breiten als ausgerottet.

Was mache ich, wenn ich einem Wolf begegne?

Abstand halten, laut rufen, auf sich aufmerksam machen. Auch ein Wolf träumt mal vor sich hin oder ist schlichtweg gerade mit anderem beschäftigt. Sollte er Interesse zeigen, mit Stöcken oder sonstigem Lärm machen und in seine Richtung bewerfen. In der Fachsprache wird das „Vergrämen“ genannt. Keinesfalls anfüttern!!! Selbst niedliche Jungwölfe unbedingt vergrämen! Es rettet letztlich das Leben der Wölfe. Was mit Wölfen passiert, die als Jungtiere angefüttert wurden und damit auch als erwachsene Wölfe jede Scheu verloren hatten, zeigt das Beispiel der zwei Wölfe vom Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen: Die Wölfe liefen zu parkenden Autos, meistens an die Fahrerseite, und bettelten ohne Scheu. Klare Zeichen dafür, dass die Tiere angefüttert wurden und dass das Futter in aller Regel von der Fahrerseite abgegeben wurde. Die beiden Wölfe wurden erschossen beziehungsweise "entnommen".

BUND Sachsen

David Greve

Geschäftsführer BUND Sachsen
Bürgerstraße 14 01127 Dresden E-Mail schreiben

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