Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

OK
BUND Landesverband Sachsen

Baumschutz

Bäume sind CO2-Speicher, gut fürs Stadtklima, wohltuend fürs Auge und geben dem Blick als Alleenbaum Richtung. In Sachsen bedroht seit September 2010 das Baum-ab-Gesetz das Stadtgrün. Alleenbäume sind von der zu strikten Auslegung der RPS 2009 bedroht.

Baumloses Sachsen? Nein danke!

Drei Äpfel vor dem blauen Himmel  (Carola Kunze / BUND Sachsen )

26. August 2014 - Die Unterschriftenaktion „Baumloses Sachsen? Nein, danke!" zur Rücknahme des Baum-ab-Gesetzes lief bis zum 24. August 2014.

5.500 Unterschriften konnte der Geschäftsführer des BUND Sachsen, Dr. David Greve, an den  Petitionsausschuss des sächsischen Landtags übergeben!

Aus der Pressemitteilung:
„Wir werten die große Zahl der Unterzeichner der Petition als deutliches Votum dafür, dass die Menschen in Sachsen dieses Gesetz ablehnen. Wir erwarten, dass der am kommenden Wochenende neu zu wählende sächsische Landtag die Petition zum Anlass nimmt, das Gesetz zurückzunehmen und die frühere gesetzliche Regelung zum Baumschutz wieder einzuführen bzw. durch eine äquivalente Gesetzgebung zu ersetzen."

Das Baum-ab-Gesetz

Baum an einem Feldrand im Nebel  (Carola Kunze / BUND Sachsen )

Im September 2010 wurde vom sächsischen Landtag das „Baum-ab-Gesetz“ verabschiedet, das zum 19. Oktober 2010 in Kraft getreten ist. Das Gesetz zur Vereinfachung des Landesumweltrechts, wie es eigentlich heißt, vereinfacht die Fällung zahlreicher Baumarten wie Pappeln, Birken und Weiden aber auch von Obstbäumen und Nadelgehölzen. Den sächsischen Gemeinden wird damit faktisch die Möglichkeit einer eigenständigen Baumschutzsatzung genommen. Außerdem muss ein Antrag auf Fällung innerhalb von drei Wochen entschieden werden – eine für die Verwaltung vieler Gemeinden für eine Bearbeitung unrealistisch kurze Zeitspanne. Ohne vorliegenden Bescheid darf ein Baum dann gefällt werden. Die Antragskosten muss die Gemeinde vollumfänglich übernehmen.

Damit wurde einem willkürlichen Bäumefällen in zahlreichen Gemeinden Sachsens Tür und Tor geöffnet. Zu befürchten war,
1. dass die Zahl der Baumfällungen steigen würde, ohne dass diese Fällungen dokumentiert und entsprechende Ersatzpflanzungen geleistet würden,
2. dass sich das Bild des „Stadtgrüns“ nachhaltig wandeln würde – nicht nur zu weniger Grün sondern auch zu einem artenärmeren Grün.

Beide Befürchtungen haben sich bestätigt, wie eine Umfrage des BUND Sachsen unter 72 sächsischen Gemeinden ergeben hat.

BUND-Bestellkorb