BUND Landesverband Sachsen

Klima & Energie

Die konsequente Umsetzung von wirksamen Klimaschutzmaßnahmen und einer naturverträglichen Energiewende sind ein zentrales Anliegen des BUND Sachsen. Das völkerrechtlich bindende Pariser Klimaschutzabkommen legt fest, die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das erfordert ein sofortiges Eindämmen der Klimakrise sowie eine sozial-ökologische Transformation sektorübergreifend in der Energiewirtschaft, der Industrie, im Wärmebereich, im Verkehr und für die Landwirtschaft. Denn die Weichenstellungen von heute, gestalten unsere Welt von morgen.

Der BUND Sachsen fordert

  • Die entschlossene Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende mit dem Ziel: 100% erneuerbare Energiegewinnung. Die Hürden, die den naturverträglichen Ausbau ausbremsen, müssen fallen.
  • Mit klaren Regeln aus Kohle, Öl und Gas aussteigen: Durch einen Kohleausstieg bis spätestens 2030, das sofortige Verbot neuer Ölheizungen und den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor.
  • Verbindliche Regelungen fürs Stromsparen und mehr Energieeffizienz beschließen und dabei die Energiewende in Bürger*innenhand stärken! Ziel ist ein dezentraler, partizipativer und sich für die Region lohnender Ausbau der regenerativen Energiequellen.
  • Den Geldhahn für fossile Brennstoffe zudrehen, indem die jährlich ca. 65 Mrd. € klimaschädliche Subventionen u.a. für Dienstwagenprivileg und Steuervergünstigungen von Kerosin gestrichen werden. Zudem keine Förderung für neue fossile Infrastruktur.
  • Zum Klimaschutz gehört die Verkehrswende. Es braucht mehr Raum für öffentlichen Verkehr, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen und ein Moratorium für den Aus- und Neubau von Straßen und Flughäfen.
  • Klimawende braucht Verbindlichkeit: Die Sächsische Staatregierung muss jetzt handeln. Das Pariser Klimaschutzziel sind Maßgabe und Anspruch zugleich. Zielverfehlungen und Verzögerungen sind nicht hinnehmbar & durch ambitionierten Klimaschutz aufzuholen.
  • Die Ablenkungsdebatte zur Laufzeitverlängerung von Atommeilern beenden und alle AKWs gemäß des gesellschaftlich beschlossenen Atomausstieg bis Ende 2022 endgültig stilllegen! Atomkraft ist unverantwortlich und keine klimafreundliche Stromerzeugung!
  • Ein CO2-Preis muss jetzt wirken und eine ökologische Lenkungswirkung erreichen. Es braucht deshalb bei Wärme und Verkehr 2023 den gesetzlich vereinbarten CO2-Preisanstieg, der bis 2030 auf min. 180 € wachsen sollte. Wer das Klima schützt, wird belohnt.

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Die naturverträgliche Energiewende und Klimagerechtigkeit – endlich auch in Sachsen

Tagebau Nochten ©BUND Sachsen

Es ist höchste Zeit eine der größten Menschheitsaufgaben unserer Gegenwart anzugehen: der Kampf gegen die menschengemachte Klimakrise. Die Aufgabe besteht darin, in wenigen Jahren in Deutschland klimaneutral zu werden. Ohne die Klimawende im Freistaat Sachsen werden wir unsere nationalen Klimaziele verfehlen und somit die internationalen Verpflichtungen nicht einhalten können.

Konkret müssen wir den Ausstoß von klimaschädlichem Treibhausgas konsequent und kontinuierlich über die nächsten Jahre in allen gesellschaftlichen Teilbereichen reduzieren. Ob nachhaltiges Produzieren, saubere Energieerzeugung, klimafreundliches Wohnen, umweltschonende Mobilität oder zukunftsfähiges Konsumieren und Agieren – in der heutigen Aufgabe liegt die Chance eine nachhaltige und gerechte Zukunft für kommende Generationen zu gestalten.

Generationengerechtigkeit ist das Stichwort: Der BUND hat, angeführt vom BUND-Landesverband Sachsen, beim Bundesverfassungsgericht mit der Klimaklage 2021 das Rechtsverständnis durchgesetzt: Internationale Umweltziele, wie die 1,5-Grad-Grenze im Pariser Klimaschutz-Abkommen, sind rechtsverbindlich und die Anstrengung zur Treibhausgasreduzierung muss sich fair auf alle Generationen verteilen. Wir müssen bereits heute Verantwortung übernehmen, indem wir wirksame Klimaschutzmaßnahmen umsetzen. Jede Tonne CO2, die wir jetzt einsparen, erhöht die Chance, dass unsere Kinder und Enkelkinder in Zukunft auf einem bewohnbaren Planeten leben können. Und gesellschaftliche Gestaltungsfreiheiten besitzen und eben nicht den Handlungszwängen einer unkontrollierbaren Klimakrise gegenüberstehen. Klimaschutz ist Freiheitsschutz. Das Klimaurteil aus Karlsruhe ist deutlich: es erfordert drastisches und rasches Handeln.

Die nächsten Jahre legen den gesellschaftlichen Grundstein für die sozial-ökologische Transformation. Heute entschiedene Investitionsentscheidungen, Planungen von Windkraft- und Solaranlagen, der Ausbau von ÖPNV und Radverkehr und der Ein- und Umbau des Gebäudebestands realisieren die Klimagerechtigkeit von morgen. Wir als Gesellschaft sind auf allen Ebenen gefragt die Chancen gemeinsam anzugehen – sei es die Umsetzung des Europäischen Green Deals, das Erreichen der nationalen Klimaziele oder der landespolitische und kommunale Klimaschutz vor der Haustür. Gerade Sachsen ist gefordert. Seit dem Jahr 2000 stagniert die Reduktion der Treibhausgase im Freistaat bei rund 60 Mio./Tonnen CO2 und der Ausbau von erneuerbaren Energien kommt nicht voran (2021 wurde eine einzige Windkraftanlage gebaut).

Der BUND Sachsen nimmt die zukunftsweisende Herausforderung an. Wir streiten für eine sozialgerechte Ausgestaltung der klimaneutralen Gesellschaft und eine naturverträgliche Energiewende aus regenerativen Quellen. Schaut selbst, was wir noch tun.

Leitlinien Klima & Energie

Verfassungsgerichts-Urteil und EU-Klimaziele — Leitantrag des BUND Sachsen e.V. zur Landesdelegiertenversammlung 2021

Thesenpapier zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie (BUND und Partner-Organisationen)

Klimagerechtigkeit – Positionspapier BUND (2019)

Jetzt den Erdgasausstieg einleiten - NGO-Forderungen für eine schnelle und sozialgerechte Abkehr von fossilem Gas (2021)

Fachvortrag: „Naturverträgliche Energiewende“

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Ein spannender Fachvortrag zum Thema: „Naturverträgliche Energiewende“. Von Holger Ohlenburg - Referent naturverträgliche Windenergie, stellvertretender Leiter Fachinformation des Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) aus Berlin. Der Fachvortrag gibt einen kompakten Überblick über die aktuellen bundesgesetzlichen Änderungen im Bereich des Naturschutzes und dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Dabei wirft Hr. Ohlenburg einen Blick nach Sachsen. Wo steht der Freistaat Sachsen mit der Energiewende 2022 und welche bundespolitischen Gesetzgebungen werden eine Relevanz für die Sächsische Energie- und Naturschutzpolitik in 2023 haben? Schaut es euch an und findet heraus, wie eine naturverträgliche Energiewende möglich ist.

Ansprechpartnerin

Yelena Zimdahl

Referentin für Energiepolitik
E-Mail schreiben Tel.: 0351 84 75 44 62

Ansprechpartner

Joachim Wondrak

Referent Energiepolitik
Bürgerstraße 14 01127 Dresden E-Mail schreiben Tel.: 0351 - 84 75 44 62 Mobil: 0177-700 7337

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