BUND Landesverband Sachsen

Der Feuersalamander - kleine Lurche mit Warnweste

Um den Feuersalamander (Salamandra Salamandra) ranken sich seit hunderten von Jahren viele Mythen und Legenden. Sein Gift könne Menschen töten oder er soll Feuer löschen können. Das ist natürlich alles Aberglaube, zeigt aber wie sehr dieser kleine auffällig gemusterte Schwanzlurch die Menschen seit jeher beschäftigt.

Der BUND Sachsen fordert

  • Erhalt naturnaher Quellbäche!
  • Tempo 30 für den Amphibienschutz
  • Förderung des Wasserrückhaltes in der Landschaft!
  • Naturnahe Forstwirtschaft fördern!

Helfen Sie den Feuersalamandern!

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Projekt: Feuersalamander-Kartierung im Landkreis Mittelsachsen

Versteckt in schattig kühlen Laubwäldern, entlang naturnaher Quellbäche halten sich die schwarz-gelben Amphibien bevorzugt auf und zeigen durch ihr Vorkommen intakte Ökosysteme und gute Gewässerqualität an.

Aktuell sind die Feuersalamander-Populationen im Landkreis Mittelsachsen – dem Untersuchungsgebiet – im Rückgang begriffen. Das Projekt "Dokumentation des Feuersalamandervorkommens im Landkreis Mittelsachsen“ des BUND Sachsen e.V. untersucht die Ursachsen dafür und wird innerhalb der Projektlaufzeit ein Konzept zum Artenschutz entwickeln.

Foto: WildMedia-stock.adobe.com  (WildMedia / stock.adobe.com)

In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreis Mittelsachsen, führt der BUND Landesverband Sachsen e. V. derzeit ein Projekt zur Dokumentation von Artvorkommen des Feuersalamanders im Landkreis Mittelsachsen durch. Das Projekt wird im Rahmen der Richtlinie Natürliches Erbe – RL NE/2014 gefördert.

Ziel ist es, einen lokalen Beitrag zum Schutz des Feuersalamander im Freistaat Sachsen zu leisten. Als Landeszielart trägt Sachsen eine besondere Verantwortung für die Art. In der Roten Liste Sachsen ist der Feuersalamander derzeit als stark gefährdet in der Kategorie 2 eingestuft.

Es werden insgesamt 114 Gewässer in den Gemeinden Hartha, Flöha, Kriebstein, Rochlitz, Seelitz und Wechselburg im Zeitraum 2021 bis 2023 untersucht und Vorkommen des Feuersalamanders dokumentiert. Damit soll der aktuelle Erhaltungszustand der Art und deren Habitatqualitäten erfasst und Gefährdungspotentiale ermittelt werden. Auf dieser Grundlage sollen gezielte und flächenkonkrete Artenschutzmaßnahmen abgeleitet werden, die zu einem günstigen Erhaltungszustand der Art führen können.

Projektreferent

Lorenz Laux


E-Mail schreiben Tel.: 0351 - 84 75 44 70

Projektreferentin

Heidi Enderlein


E-Mail schreiben Tel.: 0371 - 30 14 77

Feuersalamander in Gefahr

Feuersalamander Untersuchung Untersuchung Feuersalamander  (Heidi Enderlein / BUND Sachsen)

Feuersalamander sind zur Reproduktion an kleine fischfreie Fließgewässer in naturnahen Laubwäldern gebunden, in denen sie ihre Larven ablegen. Jedoch ist dieser Lebensraum zunehmend bedroht durch:

  • verrohrte und begradigte Bachläufe
  • giftige Einträge der Landwirtschaft in Laichgewässer
  • geringes Wasserrückhaltevermögen in der Landschaft
    führt zum Ausspülen der Larven bei Starkregenereignissen
    oder zum Trockenfallen der Quellbäche bei Hitzeperioden
  • Straßenverkehr führt zur Zerschneidung der Lebensräume
  • Waldbewirtschaftung durch den Einsatz schwere Technik bspw. bei der Holzernte

Neben den genannten Faktoren wird der Feuersalamander von einem Hautpilz bedroht - die sogenannte Salamanderpest Bsal (Batrachochytrium salamandrivorans). Dieser Chytridpilz breitet sich zunehmend in Deutschland, schädigt die Haut der Tiere und führt zum Tod.

Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.


 

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