Luchsland Sachsen

Der Luchs ist an einigen Stellen in Deutschland wieder unterwegs und macht unsere Natur ein Stück reicher. Doch lässt er sich vom Menschen in freier Wildbahn nur selten beobachten, denn die Tiere sind äußerst vorsichtig und gehen vor allem in der Dämmerung und nachts auf die Pirsch. Der BUND arbeitet an der Vision, dass Luchse in Mitteleuropa wieder flächendeckend in geeignete Lebensräume zurückkehren können.

Der BUND Sachsen fordert

  • Entwicklung grüner Korridore als Wanderrouten für Wildtiere
  • Rückzugsräume für diese scheue Wildtierart schaffen und erhalten
  • Durch Flächensicherung zugleich größere Ökosysteme besser schützen
  • Keine Zerschneidung und Versiegelung der Lebensräume durch Verkehr. Straßentod ist die häufigste Todesursache!

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Projekt: "Luchsland Sachsen - Die Rückkehr der Pinselohren in Sachsens Wälder"

Foto: Mario Plechaty/Shutterstock

Einst in Deutschland ausgestorben, findet nun der Eurasische Luchs (Lynx lynx) langsam seinen Weg zurück. Dies ist vor allem Wiederansiedlungsprojekten im Harz, Pfälzerwald und Bayerischen Wald zu verdanken. Auch in Sachsen gibt es mittlerweile wieder Nachweise von einzelnen Luchsen. Meist handelt es sich um Männchen, die auf der Suche nach einem geeigneten Revier den Freistaat durchqueren.

Der Luchs ist eine der größten Raubtiere Deutschlands und dessen Rückkehr kann von vielen Leuten kritisch gesehen werden. Es ist wichtig, dass diese Vorbehalte geäußert werden können, aber auch, dass die Bevölkerung eine Akzeptanz zu der heimischen Flora und Fauna entwickelt.

Nur was man kennt, kann man auch schützen

Im Rahmen des Projektes „Luchsland Sachsen – die Rückkehr der Pinselohren in Sachsens Wälder“ wurden Vorträge zur Ökologie, Vorkommen und Gefährdungen des Luchs‘ gehalten. So soll die breite Öffentlichkeit Informationen über den scheuen Waldbewohner erhalten. Gleichzeitig dienen die Vorträge auch als Diskussionsforum, in dem Bedenken geäußert und Ideen zum Schutz und Umgang mit den Raubkatzen eingebracht werden können.

Die Wissensvermittlung durch Vorträge und Flyer stellt eine wichtige Säule des Projektes dar. Durch die vermittelten Kenntnisse über den Luchs können Vorurteilen entgegengewirkt und die Akzeptanz gesteigert werden. Das sind gute Voraussetzungen, damit der Luchs nach Sachsen zurückkehren kann.

Das Projekt lief im Zeitraum 01/2022 - 08/2023.

© lukaszemanphoto/Shutterstock

Akzeptanzstudie

Neben der Aufklärungsarbeit wurde zusammen mit der Technischen Universität (TU) Dresden, Professur für Forstzoologie, eine Akzeptanzstudie durchgeführt. Das ist hilfreich, um besser einschätzen zu können, wie die Menschen in Sachsen gegenüber der Rückkehr des Luchs‘ eingestellt sind. Außerdem lassen sich so Konflikte ausfindig machen und nachhaltige Lösungsansätze entwickeln.

Projektreferentin

Marlen Schmid


E-Mail schreiben Tel.: 0341 - 30 65 39 6 Mobil: 0157 - 57 95 38 82


Das Projekt wird gefördert durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt aus Mitteln des Zweckertrages der Lotterie Glückspirale

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