Kommunikationstrainings
Symbolbild ©stock.adobe.com/pathdoc
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Ihr kennt die Situation. Im Freundeskreis, mit Nachbarn, an der Uni oder in der Mittagspause: das Gespräch kommt auf die globale Erderwärmung und die Notwendigkeit umzudenken. Unser Gegenüber reagiert unerwartet, dass es doch so schlimm nicht werden würde, da sei viel Übertreibung im Spiel, die Wissenschaft sei sich gar nicht einig, früher sei es auch immer wieder heiß gewesen, der Beitrag von Deutschland im Vergleich zum chinesischen sei irrelevant und der persönliche sowieso. Und mit Verboten könne man die Energiewende nicht erzwingen.
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Klar, für jede dieser Aussagen gibt es gute (Gegen-) Argumente, sachlich und fundiert. Aber kennt Ihr das Gefühl, dass es allein mit guten Argumenten, mit Rationalität und gutem Willen, nicht weitergeht? Dass das Gespräch scheitert, und wir selbst wie unser Gegenüber missmutig die Unterhaltung beenden? Uns ist das jedenfalls schon zu oft passiert.
Warum bietet ein Umweltschutzverband Kommunikationstrainings an?
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Wir als BUND Sachsen treten für Klima- und Umweltschutz ein. Doch ohne eine lebendige Zivilgesellschaft und demokratische Werte ist Klimaschutz nicht möglich! Die Leugnung des Klimawandels, die Angst vor einer „Ökodiktatur“ und einer Verschiebung des Diskurses in rassistische Verschwörungen führt zu einer Abnahme der Akzeptanz für Umweltschutzmaßnahmen. Deshalb möchten wir euch zu Diskussionen und Austausch aufrufen. Und als Handwerkszeug geben wir euch die Kommunikationstrainings an die Hand. Denn letztlich müssen wir endlich vom Reden zum Handeln kommen.
Dazu bieten wir bei verschiedenen Gelegenheiten Veranstaltungen für unsere Mitglieder an, die sich für Demokratie und Miteinander engagieren wollen. Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen euch, wenn ihr etwas auf die Beine stellen wollt.
Nutzt bitte die Gelegenheit als engagierte Botschafter:innen der Klimawende, um eure Argumente im Gespräch zielgerichtet und effektiv noch besser einsetzen zu können. Für uns als BUND Sachsen gehören Demokratie und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zusammen.
Aktuelle Veranstaltungen
05.09.2026 in Leipzig
Symbolbild ©stock.adobe.com/My Ocean Studio
(©stock.adobe.com/ My Ocean studio)
Beim Aktiventag am 05.09.2026 in Leipzig bieten wir zwei Workshops zu dem Thema an. Zu den Workshops bitte anmelden:
Samstag, 05.09.2026, 10:00–12:30 Uhr
1. Wenn Rechtsextreme auftauchen: Handlungsübung für Aktive im Natur- und Umweltschutz: Was tun, wenn Rechtsextreme eine Veranstaltung stören, Druck aufbauen oder die eigene Organisation ins Visier nehmen? In diesem Workshop vom Projekt „Durchblick gegen Unterwanderung“ geht es um konkrete Handlungspraxis statt abstrakte Debatten: Ihr arbeitet an realen Fallbeispielen, entwickelt in Kleingruppen Reaktionsmöglichkeiten, besprecht Schutzstrategien und kommt mit Betroffenen ins Gespräch. Im zweiten Teil trainieren wir im Dialog, wie ihr typische Aussagen erkennen, einordnen und souverän reagieren könnt.
Zudem werfen wir einen Blick auf das Schutzkonzept des BUND Sachsen: Welche Verantwortung tragen wir als Verband, wie schaffen wir sichere Räume für alle Beteiligten und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es bei grenzüberschreitendem oder diskriminierendem Verhalten?
Zur Vorbereitung lohnt sich unser E-Learning: https://www.bund.net/lernwelt/durchblick-gegen-unterwanderung/
Referentinnen: Vivien Klatt, BUND Bundesverband und Lena Hindenberger, Erich-Zeigner-Haus
Samstag, 05.09.2026, 13:30–14:30 Uhr
2. Speed-Debating: Klima, Naturschutz und rechtsextreme Narrative: Warum „Speed-Debating“? In Gesprächen über Klimaschutz, Energiewende oder Naturschutz fallen oft Aussagen, auf die wir spontan reagieren müssen. Im Alltag haben wir meist keine 30 Minuten Zeit, um Argumente vorzubereiten oder lange Diskussionen zu führen. Beim Speed-Debating trainierst du deshalb kurze Gesprächssituationen unter Zeitdruck. Im Mittelpunkt steht nicht, dein Gegenüber zu überzeugen. Stattdessen übst du,
1. ruhig zu bleiben,
2. offene Fragen zu stellen,
3. auf Sorgen und Emotionen einzugehen,
4. demokratische und solidarische Werte sichtbar zu machen,
5. rechtsextreme Narrative und Feindbilder zu erkennen.
Das Format lebt von kurzen, wiederholten Übungsrunden. So kannst du verschiedene Gesprächsansätze ausprobieren und Sicherheit für Alltagssituationen gewinnen. Referentin: Vivien Klatt, Bundesverband, Projektkoordination „Durchblick gegen Unterwanderung: Schutz vor Rechtsextremismus im Umweltbereich“
