Bebauungsplan Sondergebiet Erneuerbare Energien – Photovoltaik Prischwitz

09. Januar 2018 | Energiewende, Stellungnahmen

• Grundsätzlich ist die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu begrüßen. Aus Sicht des BUND wären aber Anlagen auf Dächern denen auf landwirt-schaftlichen Flächen vorzuziehen. Dennoch haben Anlagen auf landwirtschaftlichen Flä-chen eine deutlich höhere Effizienz und stellen eine geringere Schädigung der Biodiversität dar als z.B. der Anbau von Raps und Mais.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bedanken uns für die Einbeziehung gemäß § 33 SächsNatSchG i.V.m. § 3 BNatSchG und
§ 4(2) BauGB Der BUND Landesverband Sachsen e.V. hat die BUND Regionalgruppe Bautzen autorisiert, die Stellungnahme für den BUND zu erarbeiten.

•    Grundsätzlich ist die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu begrüßen. Aus Sicht des BUND wären aber Anlagen auf Dächern denen auf landwirt-schaftlichen Flächen vorzuziehen. Dennoch haben Anlagen auf landwirtschaftlichen Flä-chen eine deutlich höhere Effizienz und stellen eine geringere Schädigung der Biodiversi-tät dar als z.B. der Anbau von Raps und Mais.
•    Störend für das Landschaftsbild ist auf jeden Fall die blaue Farbe der Module.
•    Wir erwarten, dass die Module so aufgebaut werden, dass keine bereits vorhandenen Gehölze entfernt werden müssen. Es sollten die bereits vorhandenen Gehölze um die geplante Anlage verdichtet und ergänzt werden, so z.B. durch eine mindestens 5m breite Feldhecke an der Kreisstraße nach Pietschwitz. Wünschenswert wäre es, das Flurstück 43/3 in die Ausgleichsmaßnahmen einzubeziehen, weil es für anderweitige Nutzung oh-nehin nicht in Frage kommt.
•    Es wird vorgeschlagen, nicht nur die angrenzenden Böschungen sondern auch die War-tungswege zwischen den Modulen durch eine zweischürige Mahd zu pflegen. Die Hand-lungsempfehlungen zum Projekt Schmetterlingswiesen www.schmetterlingswiesen.de/PagesSw/Content.aspx sollten auf einem möglichst großen Teil der betroffenen Fläche umgesetzt werden, so dass sich eine Viel-falt an Pflanzen entwickeln kann. Besonders schädlich für die Vielfalt an Insekten ist z.B. die großflächige und tiefe Mahd vor oder kurz nach dem Winter.
Mit freundlichen Grüßen


Siegfried Kühn
Regionalgruppe Bautzen

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