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BUND Landesverband Sachsen

BUND informiert über Permakultur in der Landwirtschaft

13. April 2018 | Landwirtschaft, Naturschutz, Nachhaltigkeit

Hier finden sie Einsteiger-Informationen zur ersten Annäherung an das Thema Permakultur in der Landwirtschaft.

 (Katja Sonnig)

Was ist Permakultur?

Permakultur ist ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen zielt. Ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt, ist sie inzwischen ein Denkprinzip, das auch Bereiche wie Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung sozialer Infrastrukturen umfasst. (B. C. Mollison – Begründer der Permakulur)

Ein zentrales Anliegen der Permakultur ist die Gestaltung und Erhaltung von Vielfalt. Natürlich gewachsene Ökosysteme, wie z.B. Wälder, wirken dabei als Vorbild. Die Planung mit Permakultur ermöglicht es Systeme aufzubauen, in denen sich alle beteiligten Lebewesen wohlfühlen.

Permakultur in der Landwirtschaft

Mit den Gestaltungsprinzipien der Permakultur lassen sich nicht nachhaltige Systeme in Nachhaltige umgestalten oder ganz neue nachhaltige Anbausysteme entwerfen.

Das Fundament der Permakultur besteht aus drei Ethiken: 1. Ethik - Achtsamer Umgang mit der Erde
2. Ethik - Achtsamer Umgang mit dem Menschen 3. Ethik - Selbstbegrenzung und faire Überschussverteilung. Jedes Vorhaben, das sich der Permakultur zuschreiben will, muss auf diesen Ethiken aufbauen.

Die Frage, wie ein Anbausystem auch ein intaktes Ökosystem bleiben kann, welches genügend Ertrag für Mensch und Tiere liefert und Lebensräume für die Natur übrig lässt, ist oft ein
treibender Motor für die Umstellung einer Anbaufläche auf Permakultur.

Einige Methoden, welche „permakulturelle Landwirtschaft“ ausmacht, sind: Mischkulturen, mehrjährige Pflanzen, Mulchen, Kompost, Regenwassernutzung, samenfeste Sorten, Agroforst, Bodenbearbeitung ohne Umgraben.

Prinzipien, wie das Ausarbeiten und Umsetzten kleiner Schritte bei der Planung sowie die Beobachtung der Anbaufläche im Laufe eines Jahres, bevor die ersten Pflanzungen durchgeführt werden, gehören genauso zu Permakultur, wie die Annahme, dass alle sich im System befindenden Elemente mehrere Funktionen haben und positiv miteinander kombiniert werden können.

Die Permakultur denkt in Kooperationen statt in Konkurrenzen. So hat z.B. das Huhn verschiedene Funktionen, die positiv für eine Anbaufläche genutzt werden können. Hühnermist kann verwendet werden, um fruchtbaren Kompost herzustellen. Die natürliche Neigung des Huhns zu Scharren kann dafür genutzt werden, ein Stück Rasen unkrautfrei zu machen. Dafür werden Hühner in einem beweglichen Hühnertraktor gesetzt. Dort bleiben sie einige Tage auf einem kleinen Stück Land und scharren, solange bis das Unkraut weggescharrt ist. Dann wird der Hühnertraktor ein Stück weiter gerückt. Dadurch wird der natürliche Impuls der Hühner zur Bodenbearbeitung genutzt und die Hühner haben regelmäßig frisches Futter nach dem sie scharren können.

Um System-Planung mit Permakultur professionell zu lernen, gibt es die Möglichkeit eine mehrjährige Ausbildung bei der Permakulturakademie zu machen:www.permakultur.de/home

Um mehr Informationen zu dem Thema Permakultur in der Landwirtschaft zu bekommen melden Sie sich gerne bei uns. Ansprechpartnerin dafür ist:

Katja Sonnig

bundjugend(at)bund-sachsen.de

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