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BUND Landesverband Sachsen

Deutschlands wilde Katzen benötigen Schutz

07. August 2018

Die Welt liegt Katzen zu Füßen – zumindest unseren Stubentigern. Die Situation der wilden Katzen dagegen sieht weltweit deutlich schlechter aus. Die meisten der Arten sind stark bedroht.

Foto: Thomas Stephan

Die Welt liegt Katzen zu Füßen – zumindest unseren Stubentigern: Die Hauskatze ist nicht nur die häufigste Katzenart weltweit, sondern ist mit ca. 14 Millionen Tieren auch das beliebteste Haustier der Deutschen. Die Situation der wilden Katzen dagegen sieht weltweit deutlich schlechter aus. Die meisten der Arten sind stark bedroht. Dabei gibt es wilde Katzen nicht nur in Afrika oder Asien, sondern auch hierzulande. So kehrt die bedrohte Europäische Wildkatze bislang in nur wenige naturnahe Laub- und Mischwälder Sachsens zurück.

Anlässlich des Weltkatzentags am 8. August lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Sachsen am Sonntag, 12. August 2018 von 14 Uhr bis 17 Uhr zum Wildkatzentag für die ganze Familie in die Auwaldstation Leipzig ein. Ganztägig finden Quiz und Spiele statt. Um 15 Uhr hält Projektleiterin des Rettungsnetz Wildkatze Sachsen und Wildkatzenexpertin Almut Gaisbauer einen Vortrag über die Lebensweise und Gefährdung der Wildkatze.

Anmutig und vorsichtig schleicht sich die Wildkatze durch unsere Wälder. Als echte Ureinwohnerin ist sie schon seit vielen zehntausend Jahren in Europa zu Hause. „Nachdem die Wildkatze in Sachsen mehr als über hundert Jahre als ausgestorben galt, ist sie nun wieder vereinzelt im Vogtland und in der Dübener Heide nachgewiesen worden, die erste kleine Population lebt im Leipziger Auwald“, sagt Theresa Warnk, Projektkoordinatorin beim Rettungsnetz Wildkatze Sachsen.

Zur weiteren Besiedlung des Freistaats gilt es aber Hindernisse zu überwinden. „Die Zerschneidung und Verinselung naturnaher Wälder durch Straßen, Siedlungen und ausgeräumte Agrarflächen sind heutzutage das größte Problem für die Europäische Wildkatze“, sagt Warnk. Sie unterbinden die Wanderung der scheuen Waldbewohner von einem Lebensraum in den anderen. Mit „grünen Korridoren“ aus Büschen und Bäumen verbindet der BUND Wälder wieder miteinander und schafft neue Wanderwege für die Wildkatze und viele andere Arten. So soll langfristig nicht nur ein sachsen-, sondern auch ein deutschlandweites Netzwerk verbundener Wälder entstehen.

„Nur durch den Waldverbund lässt sich die Wildkatze effektiv schützen“, sagt Theresa Warnk. „Deutschland hat eine besondere Verantwortung für den Erhalt der bedrohten Europäischen Wildkatze. Das Zentrum ihres europäischen Verbreitungsgebietes liegt bei uns. Der Wildkatzenschutz in Deutschland hat somit Auswirkungen über Staatsgrenzen hinaus.“ Der BUND engagiert sich seit über 30 Jahren mit verschiedenen Projekten für die Wildkatze. Der Verband schätzt die Wildkatzenpopulation in Deutschland auf 7.000 bis 10.000.

Ort: Auwaldstation Leipzig, Schlossweg 11, 04159 Leipzig

Pressefotos: www.bund.net/wildkatzenfotos, © siehe Fotobeschreibung, weitere Fotos auf Anfrage

Pressekontakt: Theresa Warnk, Projektkoordination Rettungsnetz Wildkatze Sachsen, Tel. 0341 8626 7873, Handy 0157-5795 3882, E-Mail: theresa.warnk(at)bund-sachsen.de, wildkatzenbuero(at)bund-sachsen.de

Weitere Informationen:
www.bund-sachsen.de/wildkatze
www.auwaldstation.de 

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