BUND Landesverband Sachsen

Politischer Kommentar: Fossile Energiequellen

05. Dezember 2022

Den fossilen Brennstoffen, der Nutztierhaltung und den Pestiziden endlich den hohen Preis geben, den sie verdienen!

Die europäische und deutsche Politik reagiert dieses Jahr auf das Versiegen der russischen fossilen Brennstoffquellen so, dass sie alternative fossile Energiequellen aus anderen Staaten sucht – und dass sie uns die Kosten der fossilen Knappheit durch Rückgriff auf soziale Ausgleichsregelungen erspart. Die für Klima, Frieden und Freiheit besten Lösungen sind zu wenig im Blick: radikales Energiesparen und ein stark beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien. Man sieht hier erneut: Subventionen, auch soziale wie die Tankrabatte oder Gaspreisbremsen, sind ökologisch oft schädlich, denn sie halten uns von einem sparsamen Umgang mit Ressourcen ab. Aber auch Subventionen zugunsten von Klima- oder Biodiversitätsschutz, so oft sie auch vorgeschlagen werden, taugen nicht als Hauptinstrument der Umweltpolitik. Wichtiger wäre, den fossilen Brennstoffen, der Nutztierhaltung und den Pestiziden über EU-weite Mengen- oder Preissteuerungssysteme endlich den hohen Preis zu geben, den sie verdienen. Solche Instrumente können auch nicht ersetzt werden durch einen – dennoch sinnvollen – Abbau schädlicher Subventionen wie beispielsweise der bisherigen EU-Agrarförderung.

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A.
Vorsitzendes des BUND Sachsen


ferner: an der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik www.sustainability-justice-climate.eu
Juristische Fakultät, Interdisziplinäre Fakultät und Wissenschaftscampus Phosphorforschung, Universität Rostock

Sämtliche Publikationen, Medienbeiträge, Projekte und Vorträge von Felix Ekardt gibt es auch auf www.researchgate.net/profile/Felix_Ekardt

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