BUND Landesverband Sachsen

Sächsisches Klimagespräch: Trockenheit in der Lausitz

03. Juni 2021 | Energiewende, Kohle, Naturschutz

YouTube/VEE Sachsen

In seiner Reihe „Sächsische Klimagespräche“ hat der VEE Sachsen das SMEKUL, die Grüne Liga Cottbus, den Wasserkraftverband Mitteldeutschland und den BUND Sachsen um eine Einschätzung dazu gebeten: „Trocknet die Lausitz aus?“

Gleich drei Akteure sahen diese Möglichkeit durchaus gegeben: Dr. Andreas Eckardt (SMEKUL) konnte überzeugend darlegen, dass zwar die Niederschläge in der Lausitz im Mittel gleich blieben, Sonneneinstrahlung und damit Verdunstung aber zunähmen und der Wasserrückhalt in der Fläche unzureichend also insgesamt zunehmend weniger Wasser zur Verfügung stände. René Schuster (Grüne Liga Cottbus) fügte hinzu, dass die Situation durch trocken gelegte Feuchtgebiete und jahrzehntelang abgesenkte Grundwasserspiegel für Braunkohletagebaue kritisch wäre. Denn, so David Greve (BUND Sachsen), das Wasserdargebot reiche eigentlich schon jetzt nicht aus, die Braunkohlerestlöcher zu fluten UND die Oberflächengewässer wie Spree am Fließen zu halten. Also eine ungeheure Zukunftsaufgabe, bei der sich die Tagebaubetreiber nicht aus der Verantwortung stehlen und die Bewältigung der anstehenden Wasserkrise den Steuerzahlern überlassen dürften.

Das ganze Gespräch ist auf dem YouTube-Kanal der VEE Sachsen anzusehen: https://youtu.be/meaJmAu5Ex8

Weitere Informationen, Zahlen und Fakten zum Thema Kohleabbau in Sachsen:
Zum aktuellen Kohleatlas Sachsen
Zum Vortrag zum Kohleatlas Sachsen auf YouTube

Bezugnehmend auf das Buch "Die Geschichte des Wassers" von Maja Lunde, hatten wir auch zwei thamtisch passende Gesprche zur Lausitz:

Gespräche zur Lausitz | Teil 1 | Wassernotstand?
Gespräche zur Lausitz | Teil 2 | Wassermangel!

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