Sehr geehrte Damen und Herren,
der BUND LV Sachsen e.V. bedankt sich für die Beteiligung an diesem Verfahren.
In der vorliegenden planerischen Fassung lehnen wir das Bauvorhaben ab.
Folgende Veränderungen werden von uns gefordert:
1. Die Pflanzung von Straßenbäumen als sogenannte Ausgleichsmaßnahme muss unterbleiben. Verkehrsgrün ist eine Notwendigkeit des normalen Straßenbau- und Unterhaltsgeschehens. Diese ist vom Träger der Straßenbaulast ohnehin zu erbringen. Ist dies am Ort notwendig oder wünschenswert ist dies im normalen Gang von Straßenbau und Straßenunterhalt als Begrünung zu erbringen.
2. Die Pflanzung der Feldgehölze und Hecken abseits der Baumaßnahme sind zugunsten von Maßnahmen an der Neubautrasse zu unterlassen. Dies betrifft jedoch nicht die geplante Randbepflanzung des Röhrichtgrabens.
3. Für die Teile der Neubautrasse zwischen Gewerbegebiet und Bauende sind folgende Maßnahmen zu treffen, die den Ausgleich des ökologischen Eingriffs beinhalten:
3.1. Anlage eines auf beiden Fahrbahnseiten jeweils 20 m breiten Mischwaldstreifens.
3.2. Außenseitig Anlage eines jeweils 5 m breiten Heckenstreifens in Form eines strukturiertem Waldrands.
3.3. Vergrößerung des Böschungsverhältnisses auf 1:3 um Beschädigungen durch Starkregen vorzubeugen und eine mit Bäumen bepflanzbare Fläche zu schaffen.
3.4. Zusätzlich zum notwendigen ökologischen Ausgleich sollen die Waldstreifen einen lärmmindernden Effekt einstellen, welcher von diesen unbestreitbar ausgeht. Dazu sind ganzjährig Nadeln tragende Baumarten mit zu verwenden. Zu beachten ist dabei die Verwendung weniger windbruchgefährdeter Arten.
3.5. Die Waldstreifen dienen der Versickerung von Regenwasser der versiegelten Flächen der Baumaßnahme, bis hin zur Rückhaltung von Regenmengen bei Starkniederschlägen.
3.6. Es tritt durch die Waldstreifen zusätzlich eine Verringerung der Windgefährdung der KFZ auf dem Damm ein. Im Zuge des Klimawandels ist mit häufigerem Auftreten hoher Windstärken zu rechnen. Die Anlage ungeschützter Straßen im Ausbau auf einem Damm sollte deshalb zukünftig unterbleiben im Sinne der Sicherheit der KFZ-Insassen.
Mit freundlichen Grüßen
Reiner Amme
BUND-Sachsen, RG Chemnitz
