Stellungnahme B- Plan Nr. 85 „Zinzendorfstr. 16“

02. Juli 2018 | Stellungnahmen

Wir begrüßen es sehr, dass für dieses besondere, denkmalgeschützte Areal nun ein Bebauungsplan aufgestellt wird, um die zukünftig mögliche Bebauung eindeutig zu regeln.

Sehr geehrter Herr Queißer,

wir bedanken uns für die Bereitstellung der Planungsunterlagen und nehmen Stellung wie folgt:

Wir begrüßen es sehr, dass für dieses besondere, denkmalgeschützte Areal nun ein Bebauungsplan aufgestellt wird, um die zukünftig mögliche Bebauung eindeutig zu regeln.

Den Anbau mit Verbindung zur denkmalgeschützten Villa lehnen wir jedoch ab. Angesichts der herausragenden Bedeutung der Kolbe – Villa sollte diese im Bestand erhalten werden, ohne den Baukörper durch Ergänzungen zu verändern. Ein freistehendes zweites Gebäude auf dem Grundstück an vergleichbarer Stelle könnte eventuell toleriert werden. Dieses sollte die bestehende Villa jedoch auch unter Berücksichtigung der Dachneigungen der Kolbe-Villa nicht überragen. Falls auf den Anbau nicht verzichtet wird, sollten für diesen Höhe und Dachform unbedingt so festgeschrieben werden, dass er die Kolbe-Villa nicht, auch nicht in Teilen, überragt. Um die zukünftige Situation beurteilen zu können, sind 3D – Darstellungen von Villa und Anbau bzw. zweitem Gebäude mit Blickachse von allen Seiten nachzureichen.

Es ist auf keinen Fall ausreichend, die Planungen zu Sanierung der Villa und des Parks nur mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen. Die untere Naturschutzbehörde ist zwingend hinzuzuziehen. Es ist damit zu rechnen, dass das Gebäude und die Altbäume wesentliche Lebensräume für Fledermäuse und Vögel darstellen. Diese sind zu erhalten bzw. als CEF – Maßnahme zu ersetzen. Daher ist ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag zu erstellen. Desgleichen ist in einem Umweltbericht eine Liste der Gehölze zu erstellen und für nicht zu erhaltende Gehölze ein Ausgleich festzulegen. Eine Eingriffs- und Ausgleichbilanzierung ist erforderlich. Ein detaillierter Grünordungsplan ist zu erstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Heyduck, Vorsitzende der Regionalgruppe Radebeul und Moritzburger Land

BUND e.V.

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