Stellungnahme Bebauungsplan Stadt Freital: Stadtzentrum – Areal „Sächsischer Wolf“

17. April 2018 | Naturschutz, Stellungnahmen

Teile des Gebiets befinden sich innerhalb der Überschwemmungsflächen eines HQ-100-Ereignisses. Für diese Flächen sollte eine Bebauung ausgeschlossen werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Fleischer,

der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Sachsen e.V., bedankt sich für die Zusendung der Unterlagen und die Möglichkeit der Beteiligung.

Nach gründlicher Prüfung der uns zugesandten Unterlagen aus natur- und umweltschutzfachlicher sowie -rechtlicher Sicht nehmen wir wie folgt Stellung:

Teile des Gebiets befinden sich innerhalb der Überschwemmungsflächen eines HQ-100-Ereignisses. Für diese Flächen sollte eine Bebauung ausgeschlossen werden. Das ganze Gebiet befindet sich innerhalb der Flächen eines Extremhochwasserereignisses. Angesichts einer eher konstanten Bevölkerungszahl Freitals in den vergangenen Jahren kann man daher zweifeln ob die Entwicklung potentieller Überschwemmungsflächen als Wohnraum angebracht ist.

Aus ökologischer Perspektive ist zu berücksichtigen, dass das Gebiet in den letzten Jahren keine intensive Nutzung erfahren hat und es unmittelbar an die Weißeritz grenzt. Es ergeben sich dadurch mögliche schützenswerte Biotope. Wir bitten den Schutzstatus des Gebiets daher erneut zu überprüfen und Planungen entsprechend anzupassen.

Zum Schutz eventueller zukünftiger Anwohner möchten wir auf die relativ hohe Lärmbelastung an der Ecke Dresdner Straße, Poisentalstraße und Hüttenstraße hinweisen.

Des Weiteren möchten wir Sie selbstverständlich bitten auch andere natur- und umweltschutzfachliche sowie -rechtliche Belange zu berücksichtigen.

Wir bitten um Berücksichtigung unserer Anliegen und hoffen, dass sollte ein Bebauungsplan aufgestellt werden entsprechende Maßnahmen getroffen werden um umweltrechtliche und naturschutzfachliche Belange zu berücksichtigen. Ferner möchten wir Sie bitten uns darüber zu informieren inwiefern unsere Anliegen in die Planungen eingehen konnten.
Mit freundlichen Grüßen



Dr. David Greve
Landesgeschäftsführer
 

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