Stellungnahme zum Bebauungsplan Nr. 16/12 „ Bahnhofsareal Altendorf“ Teil A: Paul-Jäkel-Straße

02. April 2019 | Stellungnahmen

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

der BUND LV Sachsen e.V., Regionalgruppe Chemnitz bedankt sich für die Beteiligung an diesem Vorhaben und nimmt wie folgt Stellung:

 

1. Der Rad- und Gehweg ist unbedingt entlang des Pleißenbaches bis zur Beyerstraße im Plan festzusetzen.

 

2. Neben dem Rad- und Gehweg ist ein offener Grünstreifen von mindestens 10m Breite festzusetzen. Anders als geplant dürfen hier keine Hecken oder ähnliches direkt am Weg entlang geplant werden, da sonst der Weg nicht einsehbar ist und die Sicherheit auf dem Weg nicht gewährleistet werden kann. Eine blickdichte Abgrenzung der Wohnungsbaugrundstücke sollte, wenn überhaupt, erst im Abstand von mindestens 10 zum Weg erfolgen. Eine soziale Kontrolle durch freien Ausblick der Bewohner auf den Weg ist hier wichtig. Ein schmaler Schlauch zwischen bewachsenem Pleißenbachufer und einer hohen Heckenpflanzung ist nicht sicher zu begehen oder mit dem Rad zu befahren.

 

3. Um die unbebauten Grundstücksteile der Wohnbaufläche mit in den Grünzug zu integrieren, sollen die Baukörper stärker an die Paul-Jäkel-Straße herangerückt werden. Ein breiterer Grünzug hinter den Wohnbauten dient auch dem Wohnwert der zukünftigen Bewohner. Die bebaute Fläche wird dadurch nicht verringert. Lediglich die Anordnung von Parkplätzen müsste stärker straßenbegleitend erfolgen.

 

4. Wir schlagen als gestaltendes Element die Anlage einer Baumreihe im Abstand von 5m zum Weg vor. Alle 10 m soll ein niedrigstämmiger Süßkirschbaum gepflanzt werden. Jeder Baum soll jeweils einer anderen Sorte angehören. Dabei sind zeitig reifende Sorten oder gelbe Sorten zu bevorzugen, damit die Früchte von den Passanten geerntet werden können ohne starken Befall mit Maden der Kirschfruchtfliege. Diese Kirschallee sollte durch die weiteren Teile des Bahnhofsareals fortgesetzt werden.

 

Von Bürgen des Kaßbergs kommen oft Anfragen nach Projekten zum Thema essbare Landschaft. Mit Kirschbäumen lässt sich dies am leichtesten erfüllen, da überzählige Früchte von Vögeln aufgenommen werden und nicht entsorgt werden müssen. Es entsteht eine Einsparung von CO², da  der Anbau, Transport und Lagerung von Süßkirschen sehr CO² intensiv ist.

 

 

Mit verBUNDenen Grüßen

 

Reiner Amme

Verkehrspol. Sprecher der RG Chemnitz

 

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