Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bedanken uns für die Möglichkeit zur Stellungnahme.
Stellungnahme
Gegen den Ausbau der Verkehrsknotenpunkte ist grundsätzlich nichts einzuwenden.
Radverkehr:
Wie auch im Erläuterungsbericht ausgeführt, ist der Radverkehr ausreichend zu berücksichtigen und seine Sicherheit bestmöglich zu gewährleisten. Der Radverkehr ist eine Mobilitätsform, die zukunftsfähig ist und zukünftig auch noch weiter zunehmen wird. Das ist bei den Ausbauplänen zu berücksichtigen. Ob im Berufsverkehr, im Fitness- oder Freizeitbereich oder im Tourismussektor wird der Radverkehr, auch durch den E-Bike-Boom begründet, zukünftig einen wesentlich höheren Stellenwert bekommen. Der Radverkehr ist deshalb gleichwertig zu behandeln. Im Moment führt er in den Planungen oft noch ein Schattendasein. Der Radverkehr wird oft noch in Nebenstraßen verbannt (“aus Sicherheitsgründen”), kreuz und quer durch die Orte geführt, nicht nachvollziehbar geführt und meist schlecht ausgeschildert. Eine Streckenführung, die auch Ortsunkundige finden können und auf große Umwege verzichtet, ist unbedingt anzustreben. Der Radverkehr auf der B 101 beschränkt sich nur aus Sicherheitsgründen auf ein Minimum, nicht weil ein Bedarf nicht da wäre.
Wir begrüßen deshalb den Plan, im Bereich des Ausbaubereiches den Gehweg ausreichend zu dimensionieren und für den Radverkehr freizugeben. Ebenso sollte unbedingt im Zuge des Ausbaus der vorgeschlagene Radfahrstreifen vom Knotenpunkt 1 westlich weiterführend eingerichtet werden.
„Am Beginn der Baustrecke bzw. westlich weiterführend sind keine angebauten Wege im
Seitenraum vorhanden. In diesem Abschnitt ist die Markierung eines benutzungspflichtigen
Radfahrstreifens als richtlinienkonforme Lösung möglich. Eine ausreichende Breite steht hier
zur Verfügung, wenn der bisher 3-streifige Abschnitt wieder als 2-streifiger Abschnitt markiert
wird. Der Verzicht auf die 3-Streifigkeit entspricht außerdem den Anforderungen des oben
genannten Ausbaukonzeptes.“ (aus 2.4.3. Verbesserung der Verkehrssicherheit). Das wäre auch ein positives Zeichen für eine Gleichbewertung des Radverkehrs mit anderen Verkehrsarten.
Landschaftspflegerische Maßnahmen:
Die vorgeschlagene Begrünungsvariante bewerten wir positiv. Die als Ersatzpflanzungen vorgesehenen Bäume an der Böschung des Kreisverkehrs sollten Linden oder Eschen sein. Wir schlagen vor, an der Einmündung Anton-Günther-Straße und zusätzlich im Kreisverkehr Ebereschen zu pflanzen (Lauter als Ort des Vogelbeerfestes). Günstig für die Ökobilanz (Nahrungsgrundlage und Lebensraum für Insekten und Vögel) und für eine Reduzierung des Pflegeaufwandes wäre eine Bepflanzung der Böschung mit gebietsheimischen Sträuchern (Wildrosen, Hasel, Holunder, Weide).
Mit freundlichen Grüßen
gez. Klaus Richter
Vors. BUND Schwarzenberg
