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BUND Landesverband Sachsen

Stellungnahme zur 4. Änderung Bebauungsplan Wohngebiet „Kuppritzer Straße“, Gemeinde Hochkirch

18. April 2018 | Mobilität, Stellungnahmen, Naturschutz

• Die im Punkt 8 des Bebauungsplanes verbal aufgeführten Ziele zur Grünordnung und den ökologischen Zielen sind zu begrüßen. Sie sind allerdings noch so unkonkret, dass eine Bewertung nicht möglich ist.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bedanken uns für die Einbeziehung gemäß § 33 SächsNatSchG i.V.m. § 3 BNatSchG und § 4(2) BauGB und äußern uns mit folgender Stellungnahme:

•    Die im Punkt 8 des Bebauungsplanes verbal aufgeführten Ziele zur Grünordnung und den ökologischen Zielen sind zu begrüßen. Sie sind allerdings noch so unkonkret, dass eine Bewertung nicht möglich ist. Auch bleibt zu hoffen, dass nicht wie bei den meisten derarti-gen Vorhaben eine erhebliche Lücke zwischen den planerischen Festsetzungen und der tatsächlichen Ausführung sowohl in Qualität als auch in Quantität bleibt. Wenn die zu be-klagende Beeinträchtigung der Natur im Zuge der Bebauung des Wohngebietes tatsächlich angemessen ausgeglichen wird, so würde die Gemeinde ein gutes Beispiel geben.
•    Wenn ökologische Gesichtspunkte bei der Planung von Gebäuden und Verkehrsfläche beachtet werden sollen, dann bedeutet dies u.a., die Versiegelung von Boden auf ein Mi-nimum zu beschränken und z.B. auch, die Ausrichtung der Gebäude so zu gestalten, dass der Aufbau von Photovoltaik bzw. Solarthermie zumindest nachträglich möglich ist.
•    Nach unserer Auffassung hätte man auch an der Zuwegung in das Wohngebiet bis zum Wendehammer Baumpflanzungen vorsehen können. Dem Argument der Beschattung der Grundstücke ist entgegen zu halten, dass wir angesichts der Klimaerwärmung noch über jeden Quadratmeter Schatten froh sein werden. .
•    Im Blick auf die fachgerechte Pflege der Streuobstwiese (speziell für die Pflege der Bäu-me) bleibt offen, wer für die Pflege verantwortlich sein wird. Im Allgemeinen sind z.B. sind in den Gemeindehaushalten keine Mittel für derartige Pflegemaßnahmen festgesetzt, so dass die Bäume recht schnell verwahrlosen und eine geringe Lebensdauer haben. Die Mahd der Grünfläche sollte in Abschnitten erfolgen, so dass Lebensraum auch für Insek-ten erhalten bleibt.  (siehe Projekt Schmetterlingswiesen www.schmetterlingswiesen.de/PagesSw/Content.aspx )
•    Die Pflanzung von standorttypischen Bäumen und Sträuchern sowie eingebürgerten Ge-hölzen in den Hausgärten vorzusehen, ist ein hehres Ziel.  In der Praxis funktioniert es al-lerdings nicht. Von da her kann ein derartiges Ziel unseres Erachtens formal nicht als Be-standteil der Grünplanung gelten.

In der Praxis werden überwiegend standortfremde Gehölze gepflanzt, (alles was der Baumarkt gerade im Angebot hat). Es wäre gut, wenn die Gemeinde alle Möglichkei-ten nutzt, um die künftigen Bewohner vom Nutzen und von der Schönheit einer standorttypischen Begrünung zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen


Siegfried Kühn
BUND RG Bautzen

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