Sehr geehrte Frau Storch,
wir bedanken uns für die Informationen zur erneuten Auslegung der Planungsunterlagen und nehmen Stellung wie folgt:
Dass diese Brücke grundsätzlich notwendig sein soll, können wir nach wie vor nicht nachvollziehen, genauso wenig wie die Aussage, dass bei der prognostizierten Belastung ein Radfahrstreifen unnötig sein soll. Insofern lehnen wir den Straßenneubau in dieser Form nach wie vor ab.
Da aber offensichtlich auf den Straßenbau nicht verzichtet wird, machen wir zu den Planänderungen folgende Einwände geltend:
Die Verringerung des Flächenverbrauchs begrüßen wir.
Dennoch erhöht sich der Verlust an Einzelbäumen um 6. Die Ersatzpflanzungen sind in keinster Weise ausreichend! Üblicherweise ist ein Ersatz im Verhältnis von 1:3 anzustreben, bei Altbäumen von 1:10. Hier wird aber maximal ein Verhältnis von 1:2 angerechnet, und das auch nur bei den Bäumen über 50 cm Stammumfang. Es sollten mindestens 16 x 3 = 48 Bäume gepflanzt werden. Schwierigkeiten bei der Standortsuche können nicht als Hinderungsgrund geltend gemacht werden.
Dass die Umsiedlung der Zauneidechsen in das zuvor vorgesehene Ersatzhabitat wegen geringer Eignung nicht stattfindet ist nur sinnvoll. Dass aber nun gar keine Umsiedlung vorgesehen wird, ist nicht hinnehmbar. Für den Fall, dass zahlreiche Individuen vorgefunden werden, muss ein Ersatzhabitat für die dann notwendige Umsiedlung zur Verfügung stehen!
Die Rampe in der nordwestlichen Böschung ist insbesondere für den Radverkehr sehr hilfreich; der Fußverkehr wird sich möglicherweise der schnelleren Verbindung direkt auf die Brücke bedienen. Der daraus resultierenden Trampelpfadbildung, verbunden mit unerwünschter Erosion sollte vorausschauend Rechnung getragen werden.
Dass bei einem Kreisverkehr mit geringem Radius der Innenring befahrbar bleiben soll, ist verständlich. Eine Gestaltung mit farbigem Kleinpflaster weckt Erinnerungen an die farbliche Gestaltung einer Verkehrsinsel in Dresden / Pirnaischer Platz. Farbe macht die Versiegelung nicht durchlässiger, selbst wenn die Farbe Grün gewählt werden sollte.
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Heyduck
Vorsitzende der Regionalgruppe Radebeul und Moritzburger Land, B.U.N.D. e.V.
