Vorhaben und Erschließungsplan Solarpark Seitschen

17. Januar 2018 | Energiewende, Lebensräume, Stellungnahmen

Grundsätzlich ist die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu begrü-ßen. Aus Sicht des BUND wären allerdings Anlagen auf Dächern denen auf landwirtschaftlichen Flächen vorzuziehen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bedanken uns für die Einbeziehung gemäß § 33 SächsNatSchG i.V.m. § 3 BNatSchG und § 4(2) BauGB und äußern uns mit folgender Stellungnahme:

•    Grundsätzlich ist die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu begrü-ßen. Aus Sicht des BUND wären allerdings Anlagen auf Dächern denen auf landwirtschaftli-chen Flächen vorzuziehen. Dennoch haben Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen eine deutlich höhere Effizienz und stellen eine geringere Schädigung der Biodiversität dar als z.B. der Anbau von Raps und Mais.
•    Störend für das Landschaftsbild ist auf jeden Fall die blaue Farbe der Module.
•    Es wird erwartet, dass die Module so aufgebaut werden, dass keine bereits vorhandenen Gehölze entfernt werden müssen. Der vorhandene Gehölzbestand auf der Nordseite der An-lage sollte verdichtet werden bzw. durch Großbäume ergänzt werden. Die dargestellten Pflanzungen auf den Ausgleichsflächen sind entsprechend umzusetzen und so lange zu pfle-gen, wie die Anlage betrieben wird. Abgelehnt wird die erwähnte Möglichkeit, die Pflanzungen aller sieben Jahre „auf den Stock zu setzen“, da nur wenige einheimische Gehölze dieses Verfahren vertragen, ohne gravierenden Schaden zu nehmen. Außerdem wären die Gehölze vor der Beseitigung auf Besiedelung durch geschützte Tiere zu durchsuchen, wo zu bezwei-feln ist, dass dies auch tatsächlich erfolgt. Die Module sollen so angeordnet werden, dass eine Beschattung von vornherein vermieden wird, bzw. sind an diesen Stellen entsprechende
•    Es wird vorgeschlagen, die Wartungswege zwischen den Modulen durch eine zweischürige Mahd zu pflegen. Die Handlungsempfehlungen zum Projekt Schmetterlingswiesen www.schmetterlingswiesen.de/PagesSw/Content.aspx sollten auf einem mög-lichst großen Teil der betroffenen Fläche umgesetzt werden, so dass sich eine Vielfalt an Pflanzen entwickeln kann. Besonders schädlich für die Vielfalt an Insekten ist z.B. die groß-flächige und tiefe Mahd vor oder kurz nach dem Winter.
Mit freundlichen Grüßen

Siegfried Kühn, Regionalgruppe Bautzen

Stellungnahme als PDF
 

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