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BUND Landesverband Sachsen

Endloser Konsum in einer endlichen Welt? BUND Sachsen unterstützt internationalen Kauf-nix-Tag

25. November 2016 | Suffizienz

Morgen wird der internationale Kauf-nix-Tag begangen – eine konsumkritische Gegenbewegung zum „Black Friday“. An einem Tag im Jahr soll im Konsumverhalten inne gehalten werden und das eigene Kauf- und Verbrauchsverhalten reflektiert werden, um zukünftig ein nachhaltiges Kaufverhalten anzustreben in allen Bereichen des Lebens von der Mobilität über eigentliche Konsumgegenstände bis hin zum Lebensmittelverkauf.

Morgen wird der internationale Kauf-nix-Tag begangen – eine konsumkritische Gegenbewegung zum „Black Friday“. An einem Tag im Jahr soll im Konsumverhalten inne gehalten werden und das eigene Kauf- und Verbrauchsverhalten reflektiert werden, um zukünftig ein nachhaltiges Kaufverhalten anzustreben in allen Bereichen des Lebens von der Mobilität über eigentliche Konsumgegenstände bis hin zum Lebensmittelverkauf. Anlässlich dieses inzwischen in mehr als 45 Ländern der Erde begangenen Aktionstages veranstalten die BUNDjugend Sachsen und Greenpeace eine Bildaktion vor der Centrum-Galerie auf der Prager Straße in Dresden, um zum Nachdenken über den Konsum von Kleidung anzuregen.

Prof. Dr. Felix Ekardt, Nachhaltigkeitsforscher und Vorsitzender des BUND Sachsen, erklärt dazu:
„Der Konsum in der westlichen Welt erreicht immer neue Ausmaße: Kleider werden nur noch zum einmaligen Tragen gekauft, technische Geräte in immer rascheren Intervallen ausgetauscht, rund 20 Prozent der Lebensmittel wandern in den Müll – egal ob in den USA, Skandinavien oder in Deutschland. Aber das muss nicht sein: Ein Smartphone ist auch im zweiten oder dritten Lebensjahr noch nutzbar und muss nicht ausgetauscht werden, Kleider kann man waschen und Lebensmittel so einkaufen, dass nichts davon in den Müll wandern muss. Unternehmen und Politik schätzen zwar Absatz und Wachstum, die so erzeugt werden. Aber niemand von uns ist gezwungen, da mitzuspielen. Das wollen wir exemplarisch zeigen.“

Was betriebswirtschaftlich für Unternehmen und Konsumenten oft günstig ist, ist volkswirtschaftlich für uns alle fatal, wenn man die Folgekosten unseres Lebensstils in Form von Klimaschäden, schwindenden Ökosystemen, Bodendegradation, Gewässerverunreinigungen und Kosten des Gesundheitssystems z.B. von Atemwegserkrankungen einbezieht. Und längst reichen die Ressourcen unserer Erde für den Rohstoffhunger nicht mehr aus. Zugleich fördert der Ressourcenhunger autoritäre Regime und Bürgerkriege etwa in der arabischen Welt und in Afrika, was dann wiederum die in Europa von vielen gefürchteten Migrationsbewegungen mit auslöst.

Ekardt: „Und was unseren Hunger nach billigen Lebensmitteln angeht, können wir derzeit wieder Tag für Tag in den Schlagzeilen der Medien begutachten: In den Geflügelmastanlagen der Republik breiten sich die Geflügelgrippe ungehemmt aus – Tausende von Vögeln müssen gekeult werden, während die Güllemassen aus Schweine- und Rinderhaltung unser Trinkwasser mit Nitraten verseuchen. Morgen ist ein guter Tag um innezuhalten und sich zu fragen: Welche Lebensstile passen zu den Idealen, die wir eigentlich pflegen und die mit einem dauerhaft erträglichen Leben auf der Erde für alle Menschen vereinbar sind?“

BUND-/Greenpeace-Aktion:
Zeit: 26. November 2016, 14:00 – 16:30 Uhr
Ort: Prager Straße Höhe Centrum Galerie, 01069 Dresden

Pressekontakt: Dr. David Greve (Landesgeschäftsführer), david.greve(at)bund-sachsen.de, Tel. 0177/ 341 79 63

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