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BUND Landesverband Sachsen

Sachsen investiert lieber in Straßen als in die Zukunft

24. August 2018 | BUND, Klimawandel, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Mobilität, Stellungnahmen

Vielfalt leben? Vielleicht. Zukunft sichern? Eher nicht. Wenn es nach der in der vergangenen Woche vorgestellten Strategie der sächsischen Landesregierung für die Entwicklung des ländlichen Raums geht, investiert Sachsen lieber in Straßen als in Natur- und Umweltschutz.

Dafür sieht die Strategie „Vielfalt leben – Zukunft sichern“ Investitionen in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro vor. Der BUND Sachsen hat sich das schmale und oftmals vage gebliebene Strategiepapier näher angeschaut und festgestellt:

Das Papier reißt viele Themen an. Zentrale Punkte und gerade auch für die Bevölkerung im ländlichen Raum existentielle Themen wie der Klimawandel, die Biodiversität oder generell Natur- und Umweltschutz kommen lediglich am Rande vor. Finanziell wird die nachhaltige, ökologische Entwicklung des ländlichen Raumes nicht untersetzt. Dabei hat auch und gerade der ländliche Raum Sachsens unter den zunehmenden Folgen des Klimawandels und der Natur- und Umweltzerstörung und unter strategischen Fehlentscheidung der Vergangenheit beispielsweise im ÖPNV zu leiden:

Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen, erklärt hierzu: „Ich hätte mir von diesem Papier starke Antworten für den ländlichen Raum unter den Vorzeichen internationaler Entwicklungen wie des Pariser Klimavertrags oder der internationalen Biodiversitätskonvention erwartet. Stattdessen setzt der Freistaat offenbar auf die Bauindustrie: Straßen sollen es schon richten. Maßnahmen gegen Ernteausfälle durch Extremwetterereignisse im Zuge des Klimawandels oder eine schwindende Biodiversität sind für den Freistaat offenbar nicht förderfähig. Schade, damit vergibt der Freistaat wieder eine Chance.“

Anstatt in eine gesunde Zukunft will das Land Sachsen beispielsweise 276 Millionen Euro in den Straßenbau investieren. Dagegen sind gerade einmal 75 Millionen Euro sind für den Ausbau des ÖPNV eingeplant. Das zeigt einmal mehr, dass der Freistaat und dessen Regierung vor allem daran interessiert ist, die kurzfristigen Interessen vor allem des Baugewerbes zu bedienen.

Der BUND Sachsen hat die Strategie der Sächsischen Landesregierung analysiert und eigene Vorschläge eingebracht.

Pressekontakt:

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Tel. 0341/ 49 27 78 66, felix.ekardt(at)bund-sachsen.de

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