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BUND Landesverband Sachsen

Sächsische Nachhaltigkeitsstrategie 2.0

19. Dezember 2017 | Nachhaltigkeit

BUND Sachsen gibt Empfehlungen für richtige Strategie

Kreative Aktion auf dem Dresdner Altmarkt zum Erdüberlastungstag 2017  (Crispin-Iven Mokry)

Der sächsische Freistaat plant jetzt, seine sogenannte Nachhaltigkeitsstrategie von 2013 neu zu fassen. Dazu hat er interessierten Verbänden die Möglichkeit gegeben, Stellung zur alten Strategie zu nehmen und Vorschläge für die neue Strategie zu machen. Der BUND Sachsen kritisiert die alte Strategie und den Bericht zur Strategie von 2016 entschieden. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen und Nachhaltigkeitsforscher: „Eine Nachhaltigkeitsstrategie müsste zeigen, wie Sachsen die globalen rechtsverbindlichen Umweltziele etwa im Klimaschutz und im Biodiversitätsschutz umsetzen will – und wie Sachsen Lebens- und Wirtschaftsweisen etablieren will, die dauerhaft durchhaltbar sind und auch dann noch funktionieren, wenn unser westlicher Lebensstil weltweit kopiert wird. Nichts davon liest man in der Strategie.“


Insbesondere in den Themenfeldern Klima und Energie, Verkehr, Landwirtschaft, Wirtschaftsweise und natürlich Natur und Umwelt wären außerdem konkrete und nicht vage und unambitionierte sächsische Zielsetzungen notwendig. So muss eine sächsische Nachhaltigkeitsstrategie verdeutlichen, wie Sachsen seinen Anteil an völkerrechtsverbindlichen Umweltzielen wie jenen aus dem Pariser Klima-Abkommen leisten will. Die Pariser Grenze für die globale Erwärmung von deutlich unter 2 Grad und besser noch 1,5 Grad erfordert beispielsweise einen kurzfristigen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen bei Strom, Wärme, Mobilität und auch eine radikale Agrarwende. Nichts davon liest man in der Strategie der Staatsregierung. Die Strategie müsste ferner deutlich machen, wie der Verlust an Artenvielfalt und Ökosystemen gestoppt und umgekehrt werden kann, wie es völkerrechtlich durch die Biodiversitätskonvention vorgeschrieben ist. Und Themen wie Landwirtschaft und Verkehr dürfen nicht nur auf ihre kurze Erwähnung reduziert werden, sondern müssen prominent erscheinen, weil sie den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlage genauso beeinflussen wie unsere Art zu leben.


Ekardt: „Weder fanden bislang die internationalen Klimaziele, die europäische Wasserrahmenrichtlinie oder die nationale Strategie zur biologischen Vielfalt Eingang in das sächsische Dokument. Das muss sich ändern. Die Staatsregierung scheint wie manch anderer zu glauben, wir seien in Deutschland bereits die Umweltvorreiter, die nicht mehr viel zu tun bräuchten. Dabei ist der deutsche ökologische Fußabdruck pro Kopf weiterhin einer der größten weltweit.“


Ausführliche Stellungnahme des BUND Sachsen:
www.bund-sachsen.de/themen/mensch-umwelt/wirtschaftwachstum/nachhaltigkeit-in-sachsen

Pressekontakte: Prof. Dr. Felix Ekardt (BUND Sachsen), Tel. 0341/ 49 27 78 66, felix.ekardt@bund-sachsen.de 

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