Unter dem Motto „Ungebrochen – gegen den rechten Normalzustand“ ruft ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis “Schwarzenberg Ungebrochen” gemeinsam mit der Partei Die Linke Erzgebirge, dem DGB-Kreisverband Erzgebirge und dem Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" zu einer Demonstration mit Konzert am Samstag, 17. Oktober 2026 um 13 Uhr in Schwarzenberg auf. Der Aufruf zur Demo wird unterstützt durch das Bündnis 90/Die Grünen Erzgebirge und die Jusos Erzgebirge.
Die BUND-Gruppe Schwarzenberg wird ebenfalls vertreten sein! ✊💚
Mit der Demonstration wollen die Organisator*innen ein Zeichen gegen rechte Hetze, Einschüchterung und die Normalisierung rechten Gedankenguts im Erzgebirge setzen. Zugleich soll sichtbar werden, dass es Menschen gibt, die sich seit Jahren der Region für Solidarität, Demokratie und ein angstfreies Zusammenleben einsetzen.
„Das Erzgebirge brennt nicht plötzlich rechts. Der rechte Normalzustand wächst seit Jahren – in Gemeinderäten, auf Schulhöfen, in Fußballkurven, bei Dorffesten und Stammtischen sowie in digitalen Räumen“, sagt Nico Hempf vom Bündnis „Schwarzenberg Ungebrochen“.
Rechte Akteur*innen und Netzwerke haben sich in Teilen der Region flächendeckend verankert. Rechtsextreme vom „III. Weg“ und den „Freien Sachsen“ agitieren mit ihren Flugblättern an Schulen, sind aber auch ganz unmittelbar im Alltag präsent: Sie arbeiten als Handwerker*innen in Häusern demokratisch Engagierter oder kassieren diese beim Einkaufen ab.
Gleichzeitig geraten Menschen, die sich gegen Faschismus engagieren, Gedenkorte, Jugendclubs, alternative Kulturorte und solidarische Initiativen unter immensen Druck.
„Das Ergebnis der vergangenen Oberbürgermeisterwahl ist für uns ein demokratischer Notruf. Rechte Strukturen sind längst keine Randerscheinung mehr. Deshalb brauchen wir ein breites Bündnis, das nicht erst dann aktiv wird, wenn Wahlen anstehen oder rechte Aufmärsche stattfinden“, erklärt Frank Dittrich, Anmelder der Demo für Die Linke Erzgebirge.
„Alle Menschen im Erzgebirge sollen sich hier wohlfühlen, unabhängig davon, wen sie lieben, wie sie aussehen und welche Sprache sie sprechen.“ ergänzt Nico Hempf.
Die Organisator*innen laden Menschen aus dem gesamten Erzgebirge und darüber hinaus ein, sich am 17. Oktober an der Demonstration zu beteiligen.
Ungebrochen – gegen den rechten Normalzustand. Kein Schweigen mehr. Kein Rückzug. Kein ruhiges Hinterland. Gemeinsam auf die Straße!
