Der grenzübergreifende Greizer-Werdauer-Wald wurde bereits im Projekt „Wildkatzensprung“ zwischen 2012-2014 mit der Lockstockmethode beprobt. Auf der sächsischen Seite des Waldgebietes konnten jedoch keine Europäischen Wildkatzen nachgewiesen werden, während auf der thüringischen Seite im Jahr 2013 Nachweise gelangen.
2017 konnte durch einen Hobbyfotografen eine phänotypische Wildkatze zwischen Reudnitz und Teichwolframsdorf aufgenommen werden. Im Jahr 2019 gelangen erneut phänotypische Aufnahmen einer Wildkatze durch eine Wildkamera der Unteren Naturschutzbehörde Greiz in Thüringen an der Landesgrenze zu Sachsen. Daraufhin wurden von der Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle und dem BUND Sachsen im Frühjahr 2020 zwölf Lockstöcke im Werdauer Wald ausgebracht, die von Freiwilligen kontrolliert wurden. Dabei gelangen erstmals genetische Wildkatzennachweise im Werdauer Wald.
Der Werdauer Wald wird weiterhin mit 20 Lockstöcken beprobt, um die Entwicklung der Wildkatzenpopulation zu verfolgen. Bisher gelangen seit 2020 immer wieder genetische Wildkatzen-Nachweise in dem Gebiet. Auch die Reproduktion von Wildkatzen konnte erfolgreich nachgewiesen werden. Damit ist der Werdauer Wald neben dem Leipziger Auwald das zweite Waldgebiet in Sachsen mit einer kleinen lokalen Wildkatzenpopulation.