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BUND Landesverband Sachsen

Wiedervernetzung der Wälder

Das Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ widmet sich der Suche nach und der Planung potentieller Wildkatzenkorridore, der Vernetzung aller beteiligten Akteure sowie der Förderung des Freiwilligenengagements zum Schutz der Europäischen Wildkatze.

Zerschnittene Lebensräume

Einst fast flächendeckend in Europa verbreitet, wurde die Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris) in früheren Jahrhunderten intensiv bejagt und galt ab Mitte des 19. Jahrhunderts in vielen Teilen Deutschlands als ausgestorben, so auch in Sachsen. Auch heutzutage kehrt sie nur langsam in den Freistaat zurück, denn es gibt eine neue Gefahr für die Wildkatze: Die fortschreitende Zerschneidung und Fragmentierung ihrer Lebensräume sowie der hohe Flächenverbrauch durch ausgeräumte Agrarlandschaften, ein dichtes Straßennetz und ständig wachsende Siedlungs- und Gewerberäume.

 (Thomas Stephan / BUND Projekt "Wildkatzensprung)

Ansprechpartnerin

Almut Gaisbauer

Projektleiterin Rettungsnetz Wildkatze
Bernhard-Göring-Straße 152 04277 Leipzig E-Mail schreiben Tel.: 0341-3065 396 Mobil: 0157-579 538 82

Ansprechpartnerin

Theresa Warnk

Projektmitarbeiterin Rettungsnetz Wildkatze
E-Mail schreiben Tel.: 0341-3065 396 Mobil: 0157-579 538 82

Ansprechpartnerin

Marlen Schmid

Mitarbeiterin im Wildkatzenprojekt
E-Mail schreiben Tel.: 0341-3065 396 Mobil: 0157-579 538 82

Grüne Korridore

Der BUND Sachsen hat sich in dem Projekt die Aufgabe gestellt, Wanderkorridore für die Leitart Wildkatze zu sichern und dabei die fachlichen Planungsgrundlagen im Freistaat Sachsen zusammenzuführen, Suchräume für potentielle Lebensraumverbundkorridore flächenspezifisch zu ermitteln und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die Pflanzung von „grünen Korridoren“ aus Bäumen und Büschen in Sachsen zu realisieren. Kooperationen mit Landkreisen und wichtigen Akteuren sollen geschlossen und im gemeinsamen Dialog mit Flächeneigentümer*innen und -nutzer*innen nachhaltige und konsensfähige Lösungen gefunden werden.  

 (BUND Sachsen / BUND Sachsen )

Diese Maßnahme wird mitfanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

Erste Modellregionen

Als Pilotprojektregion für die Korridormaßnahmen ist zunächst Nordwestsachsen vorgesehen, im Speziellen das Umland des Leipziger Auwaldes sowie der Dübener Heide. In beiden Waldgebieten leben bereits Europäische Wildkatzen, allerdings ist dieser Lebensraum mittelfristig zu klein für eine wachsende Population. Deshalb ist es unbedingt nötig, den Tieren eine Abwanderung zu ermöglichen. Dies ist ihnen bislang nicht möglich, da ausgeräumte Landwirtschaftsflächen, Straßen und Siedlungen ein kaum zu überwindendes Hindernis für sie darstellen. Daher will der BUND Sachsen gemeinsam mit Akteuren und Freiwilligen vor Ort nachhaltige und konsensfähige Grüne Korridore als Wandermöglichkeiten schaffen.

Ehrenamtliche Unterstützung

Ein weiteres Ziel des Projektes ist naturschutzfachlich interessierte Ehrenamtliche an die Themen Monitoring und wissenschaftliches Arbeiten heranzuführen und durch Schulungen Expertise zu vermitteln. Weitere Artenkenntnisse und Kompetenzen sollen mit Hilfe von Schulungen gefördert werden, damit die Ehrenamtlichen den BUND Sachsen bei der Realisierung der Korridore unterstützen können.

Mitmachen

Leitart für Viele

Das Projekt Rettungsnetz Wildkatze ist jedoch kein reines Artenschutzprojekt. Da die Europäische Wildkatze hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellt, ist sie eine ideale Leitart für den Schutz vieler weiterer waldbewohnender Tiere. Ist für das gute Lebensraumverhältnis der Wildkatze gesorgt, dann profitieren auch andere Arten wie Schwarzstorch, Baummarder oder Rothirsch davon.

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