Ehrung von Manja Clemen, Vorsitzende des BUND Paradiesgrund
(©Bundesregierung/Steffen Kugler)
Die Freie Hansestadt Bremen war unter dem Motto "VIELE STÄRKEN – EIN LAND" in diesem Jahr Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Dabei wurden die einzelnen Bundesländer jeweils durch Bürgerdelegationen vertreten, die aus bis zu acht verdienten Bürgerinnen oder Bürgern bestanden.
Manja Clemen aus Westsachsen vom BUND Paradiesgrund wurde in diesem Jahr für ihre ehrenamtlichen Verdienste im Bereich Natur- & Umweltschutz ausgezeichnet und war Teil der sächsischen Bürgerdelegation.
Gemeinsam mit Delegierten der anderen Bundesländer nahm sie als Ehrengast teil am ökumenischen Gottesdienst sowie am offiziellen Festakt und hatte die Möglichkeit einer Begegnung mit Repräsentanten der Bundesverfassungsorgane, wie dem Bundeskanzler Friedrich März, dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping und dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Stephan Harbarth.
Zu Ihrer Person:
Manja Clemen aus Crimmitschau (Westsachsen/ Landkreis Zwickau) setzt sich für lokalen Zusammenhalt ein, als Sprecherin der Bürgerinitiative „mein-Gablenz“ und Leitung der BUND-Ortsgruppe Paradiesgrund. Sie ist berufen zum Naturschutzdienst im Landkreis Zwickau. Ihre Bereiche liegen in der Amphibienkartierung, darunter Nachteinsätze in regionalen Kiesgruben. Sie wirkt aktiv mit beim Wildkatzen-Monitoring des BUND Sachsen im Werdauer Wald.
Sie unterstützt Bürgerwissenschaft (Citizen Science) und führt dazu, im Rahmen des bundesweiten Citizen-Science-FLOW-Projekts, Gewässeruntersuchungen durch.
Ihr Schwerpunkt liegt außerdem in der Kinder-Umweltbildung, wo sie Fachvorträge und praktische Aktionen zu Fließgewässern als Referentin für das sächsische Landesprogramm „Junge Naturwächter“ hält.
Ihr Statement:
„Naturschutz und gesellschaftliche Einheit beginnen vor unserer Haustür. Ob wir nachts mit Wathose Amphibien in Tümpeln kartieren oder mit Kindern am Paradiesbach die Wasserqualität erforschen: Ehrenamt ist kein Pflichtprogramm, sondern Leidenschaft! Engagement schlägt Brücken zwischen Wissenschaft und Otto Normal und macht an Landesgrenzen keinen Halt. Deutsche Einheit bedeutet für mich, gemeinsam länderübergreifend Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen zu übernehmen!“
„Die Einladung nach Bremen ist eine Würdigung für das oft stille Ehrenamt, das im Verborgenen Großes leistet. Mit politischem Händeschütteln allein retten wir keine Bäche oder Arten. Was wir in den Regionen brauchen, ist strukturelle Unterstützung im Alltag: spürbaren Bürokratieabbau, unkomplizierte Fördergelder und verlässliche Rahmenbedingungen. Wenn ich mit Kindern den Paradiesbach erforsche, will ich ihnen die Natur erlebbar machen und nicht Stunden mit Bürokratie am Schreibtisch verbringen. So verliert das Ehrenamt seine Kräfte.“
Informationen zur Verhindung einer Mülldeponie in unmittelbarer Nähe zu dem Landschaftsschutzgebiet „Paradiesgrund“
