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BUND Landesverband Sachsen

Weltrecyclingtag 2020 - Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht

18. März 2020 | Klimawandel, Nachhaltigkeit, Umweltbildung

Zum Weltrecyclingtag 2020 fragt der BUND Sachsen nach: Was brauchen wir wirklich und wie viel davon?

©BUND BV // Anke Hofmeister

Klimawandel und Biodiversitätsverlust sind wichtige Umweltprobleme, aber nicht die einzigen. Es drohen auch zunehmend Ressourcen knapp zu werden, und die Abfälle unseres hohen Konsums breiten sich wie beim Plastik mehr und mehr in der Umwelt aus.

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Nachhaltigkeitsforscher und Vorsitzender des BUND Sachsen, erklärt zum heutigen Weltrecyclingtag: „Viele Produkte, besonders kurzlebige und schlecht reparierbare, und ihre Verpackungen vergrößern Tag für Tag den weltweiten Müllberg. Deshalb rufe ich alle Verbraucher dazu auf, beim nächsten Kauf eines Produkts darüber nachzudenken, ob der Kauf wirklich notwendig ist und auf wenig Verpackungsmüll zu achten.“

Über kurz oder lang landen nämlich die meisten Produkte und deren Verpackungen auf dem Müll – und lassen sich in der Regel nicht so umweltneutral beseitigen wie eine Apfelschale. Stattdessen werden sie verbrannt, deponiert oder recycelt. Das Recyceln ist eine gängige Methode, um Rohstoffe wieder zu verwerten. Allerdings sind viele Produkte nur bedingt recycelbar, denn ihre Zusammensetzung ist sehr unterschiedlich, der Recyclingprozess, wenn überhaupt möglich, somit mühselig und der Prozess der Aufbereitung benötigt viel Energie. Viel ökologischer ist es also, den Konsum zu reduzieren und bestimmte Produkte gar nicht zu kaufen, gebraucht zu kaufen, zu borgen oder wiederzuverwenden.

Vor jedem Kauf sollte abgewogen werden, ob er wirklich nötig ist. Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, wesentlich nachhaltiger als bei einem Neukauf oder einer Onlinebestellung zu konsumieren: Flohmärkte, Kleidertauschbörsen oder Kleinanzeigen, die es inzwischen fast alle auch als digitales Angebot gibt. Und mit dem Fokus auf regionale Anzeigen, lassen sich gleich zweifach Ressourcen sparen, denn wir verwenden Waren ein weiteres Mal und wir können sie im besten Falle um die Ecke selbst abholen.

Die Angebote bewussten Konsums sind mittlerweile vielseitig und sie werden immer kreativer. Eine Entwicklung, die der BUND Sachsen befürwortet und unter anderem mit seiner regelmäßigen Kleidertauschbörse auch selbst fördert.

Ekardt fordert abschließend, dass „auch Unternehmen ihren Beitrag leisten können, um den Abfallberg zu verkleinern und die Recycling- und Reparaturquote zu erhöhen. Denn viele Produkte sind aufgrund ihrer Beschaffenheit aus kaum trennbaren Verbundmaterialen oder einem „eingebauten Verfallsdatum“ von vorneherein weder zu recyclen noch zu reparieren.“

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