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BUND Landesverband Sachsen

Freitag für die Zukunft

19. September 2019 | Klimawandel, Nachhaltigkeit, Suffizienz

BUND fordert ambitionierte Sondierungsgespräche nach Landtagswahlen

Morgen gehen weltweit Millionen Menschen auf die Straße, um für eine ökologische Zukunft zu demonstrieren. Auch in Sachsen ruft die Fridays for Future-Bewegung, der BUND Sachsen und viele andere Organisationen zu Demonstrationen auf, um lautstark die Forderung an Politik und Gesellschaft zu artikulieren: den Herausforderungen von Klimawandel, Artensterben, Plastikflut und Ressourcenverbrauch endlich entschieden zu begegnen und zeitnah bei Strom, Wärme, Mobilität, Landwirtschaft und Kunststoffen aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen.

Null fossile Brennstoffe und eine stark reduzierte Tierhaltung sind ein weltweit völkerrechtlich verbindliches Ziel gemäß dem Paris-Abkommen. Auch Sachsen muss dazu beitragen. Nach der Landtagswahl sondieren hier die drei Parteien CDU, Grüne und SPD und sind gefordert, die Weichen für ein zukunftsfähiges Sachsen zu stellen.

Professor Felix Ekardt, Landesvorsitzender des BUND Sachsen: „Die drei Parteien müssen sich ihrer historischen Aufgabe bewusst sein. Nur gegen die AfD zu sein und für einen diffusen Aufbruch zu werben, reicht nicht. Es muss im Leben immer Kompromisse geben, aber wir erwarten gerade von den Grünen, dass sie mit einem klaren radikalen Realismus angemessene Forderungen benennen und nicht auf bei allgemeinen Bekundungen stehenbleiben, wie sie ein Winfried Kretschmann zum Einfangen der politischen Mitte nutzt. Artikel 2 des Pariser Klimavertrags verlangt auch in Sachsen null fossile Brennstoffe, auch in den schwierigen Sektoren wie Mobilität, Landwirtschaft oder Kunststoffe. Ein zentraler Punkt eines Koalitionsvertrags muss sein, dass Sachsen und Deutschland künftig auf der entscheidenden Klimapolitikebene – der EU-Ebene – künftig keine Bremser mehr sein dürfen. Vielmehr muss von Sachsen aus die Forderung nach einem wesentlich ambitionierteren EU-Klimaschutz kommen. EU-Lösungen sind auch gut für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie – rein nationale oder regionale Lösungen bleiben aus Angst vor abwandernden Unternehmen meist unzureichend. Wo immer möglich, sollte Sachsen aber auch regional vorangehen.“

Der BUND Sachsen ruft nicht nur zur morgigen Demonstration auf, sondern beteiligt sich aktiv an den Protestbewegungen rund um die Klimastreikwoche. So veranstaltet der Verband morgen ab 10:00 Uhr im Dresdner Alaunpark ein Klimafrühstück. In der kommenden Woche streiken die Mitarbeiter*innen in Solidarität mit den Streikenden weltweit ebenfalls täglich von 9:00 bis 11:00 Uhr und bieten ein Klimafrühstück im BUND Hauptstadtbüro in der Bürgerstraße 14 in Dresden-Pieschen an, um über Klima- und Energiefragen ins Gespräch zu kommen.

Felix Ekardt: „Wir empfinden es als beschämend, dass wir weder in Sachsen noch auf Bundesebene bislang entscheidende Fortschritte bei den großen Fragen rund um Natur und Umwelt wahrnehmen und dass deshalb erst Schüler*innen und Studierende für ihre Zukunft auf die Straße gehen mussten, damit es hier endlich voran geht. Deshalb fordern wir die Sondierer noch einmal eindringlich auf: Lasst die Chance nicht verstreichen, sondern ebnet auch Euren Kindern einen Weg in eine lebenswerte Zukunft.“

Forderungen des BUND Sachsen zur Landtagswahl

Pressekontakt:
Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt (Fr vormittags bis 11h), Tel. 0341/ 49 27 78 66, felix.ekardt(at)bund-sachsen.de

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