Windenergie bringt einen großen Energiegewinn ©Adobe Stock/engel.ac
Dresden. „Die Tinte ist kaum getrocknet unter der Flächenzielverschiebung in Sachsen, da sägt der sächsische Ministerpräsident Kretschmer weiter am Erfolg der Energiewende in Deutschland. Gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Ost-Ländern plädiert er dafür, das einheitliche Flächenziel zu kippen. Das schafft kein Vertrauen und noch weniger Akzeptanz, die der Ministerpräsident immer fordert“, so Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen.
Kretschmer postuliert öffentlich eine Mischung aus erneuerbaren Energien und konventionellen Energieträgern und hofft, damit die Energiekosten zu senken. „Genau das Gegenteil trifft zu“, so Ekardt, „der konsequente Umstieg auf erneuerbare Energiegewinnung schafft günstige Preise, macht Deutschland unabhängig von fossilen Exporten und erzeugt Wertschöpfung vor Ort – und ist ein zentraler Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität.“
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Energiegewinn aus Windkraftanlagen das Zugpferd der Energiewende ist. Es braucht überall in der Bundesrepublik den Ausbau der Anlagen. Nicht zuletzt wird das zur Frage von Standortentscheidungen. Allein in Sachsen forderten vor kurzem 60 Unternehmen den zügigen Ausbau der Windkraft im Freistaat. Das richtige Signal wäre jetzt, dass die ostdeutschen Regierungschefs sich zusammensetzen und eine naturverträgliche Energiewende in ihren Bundesländern mit voller Kraft umsetzen.
Hintergrund
Auf dem Ost-Gipfel in Weimar (25.09.2025) haben die Länderchefs von Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin einen Beschluss gefasst, das bundeseinheitliche 2-Prozent-Flächenziel für den Ausbau von Windenergie in Frage zu stellen. Derzeit gilt, dass bis 2027 1,3 Prozent der Fläche ausgewiesen werden müssen und bis 2032 zwei Prozent. Der neue Beschluss regt vor, dass diese Vorgaben ersetzt werden durch Energieerzeugungsformen, die den regionalen Besonderheiten entsprechen würden.
Pressekontakt
BUND Sachsen | Barbara Braun | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | presse(at)bund-sachsen.de | 0351 84 75 44 62
