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BUND Landesverband Sachsen

„Kraftwerksstraße“ nicht ausbauen BUND Sachsen stellt sich gegen überflüssiges Straßenbauprojekt

12. Juni 2018 | Braunkohle, Energiewende, Kohle, Mobilität, Naturschutz

Die Spreestraße K9281, genannt Kraftwerksstraße, darf nicht weiter ausgebaut werden. Der BUND Sachsen sowie andere Natur- und Umweltschutzverbände und örtliche Initiativen lehnen das Vorhaben entschieden ab.

 (BUND Sachsen / BUND Sachsen )

Die Spreestraße K9281, genannt Kraftwerksstraße, darf nicht weiter ausgebaut werden. Der BUND Sachsen sowie andere Natur- und Umweltschutzverbände und örtliche Initiativen lehnen das Vorhaben entschieden ab. In ihren Stellungnahmen belegen die Verbände, dass ein Neu- und Ausbau des zweiten Bauabschnittes der K9281 einschließlich Brückenbauwerk nicht vertretbar ist.
Die Straße hat keinerlei verkehrliche Bedeutung, greift aber mit den geplanten Brückenbauwerken in der Spreeniederung massiv in ein Vorbehaltsgebiet für Arten- und Biotopschutz sowie Vorranggebiet für einen Überschwemmungsbereich ein. Sie ist weder im Landesentwicklungsplan
2013 noch im geltenden Regionalplan vorgesehen.

Eine Umsetzung der Planungen hätte gravierende Folgen für das FFH-Gebiet „Spreetal und Heiden zwischen Uhyst und Spremberg“ und die dort vorhandene Artenvielfalt. Fraßspuren des Bibers wurden in dem Gebiet nachgewiesen. Kraniche brüten im in der Nähe des ehemaligen Klärbeckens der Struga. Die geplante Einleitung von Straßengewässern in die Struga würde deren Qualität
dauerhaft verschlechtern mit direkter Auswirkung auf die Spree. Das widerspricht den laut Wasserrahmrichtlinie vorgesehenen Maßnahmen zur Erreichung des guten Zustands der Struga bis spätestens 2027.

„Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müsste in der Region eigentlich ein Rückbau von Straßen erfolgen, kein Neu- oder Ausbau“, sagt Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen.
„Die einstmals als Verbindung zwischen den Kraftwerken Boxberg und Schwarze Pumpe konzipierte Straße ist längst obsolet.“ Aktuell tagt in Berlin die Kohle-Kommission über den Ausstieg aus der Kohlenutzung. Wie lange und welche Kraftwerksblöcke am Standort Boxberg wie auch am Standort Schwarze Pumpe betrieben werden, kann deshalb derzeit niemand verlässlich sagen. „Es ist abzusehen, dass eines der Ergebnisse der Kommission sein wird, dass alle
Braunkohlekraftwerke in Deutschland gemäß einem Abschaltplan von Netz gehen werden. Auch aus diesem Grund wäre der Neu- und Ausbau der Spreestraße nicht nur eine Umweltbelastung, sondern auch Verschwendung von Steuergeldern“, sagt Felix Ekardt.

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie unter:
www.bund-sachsen.de

Pressekontakt:
Felix Ekardt, Tel. 0341 / 49 27 78 66, felix.ekardt@bund-sachsen.de 

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