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BUND Landesverband Sachsen

Zum Weltbienentag: BUND ruft zur Bienenrettung auf

16. Mai 2018 | Lebensräume, Naturschutz, Schmetterlinge, Umweltgifte, Wildbienen

und startet Kampagne für pestizidfreie Kommunen

Bildaktion gegen das Insektensterben vor dem Sächsischen Landtag in Dresden  (David Greve / BUND Sachsen )

Anlässlich des Weltbienentags am 20. Mai, lädt der BUND Sachsen zur Bildaktion am Samstag, den 19. Mai 2018 um 11:00 Uhr am Canaletto-Blick auf den Dresdner Elbwiesen ein. Mit unserer Aktion einen Tag vor dem Weltbienentag starten wir eine Kampagne, mit der wir den Freistaat, Städte und Kommunen in Sachsen dazu auffordern, pestizidfrei zu werden und so zum Schutz von Insekten und insbesondere von Bienen in Anbetracht des dramatischen Insektensterbens beizutragen.

In den nächsten Wochen werden wir auf alle sächsischen Städte und Gemeinden zugehen und sie – sollte es nicht bereits geschehen sein, dazu auffordern, ihre kommunalen Flächen – Kulturland wie Nicht-Kulturland – ohne Pestizide zu bewirtschaften und ebenso Pächter dieser Flächen zum Umdenken zu verpflichten. Städte wie Leipzig, Görlitz, Chemnitz und Dresden sowie die Gemeinde Nebelschütz haben sich bereits zu einer umwelt- und insektenfreundlicheren Bewirtschaftung ihrer Flächen verpflichtet, im Falle von Görlitz auf BUND-Initiative. Wir fordern jetzt die übrigen Kommunen auf, diesem Beispiel zu folgen.

In den Kommunen werden Pestizide eingesetzt, um Wege in Parks, Sport- und Spielplätze, Grünanlagen oder  Straßenränder frei von unerwünschten Kräutern und Gräsern oder ungeliebten Insekten zu halten. Für viele Tier- und Pflanzenarten wie Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge oder Wildkräuter sind Pestizide ein Verhängnis. Entweder töten und schädigen Pestizide Insekten oder Wildkräuter direkt oder sie dezimieren ihren Lebensraum und ihre Nahrung. Dabei sind Siedlungsgebiete heute oft letzte Rückzugsorte für bedrohte Arten, die in der Agrarlandschaft keinen Lebensraum mehr finden. Kommunen können hier Verantwortung und eine Vorreiterrolle für den Artenschutz übernehmen, indem sie bei der Flächenpflege keine Pestizide einsetzen – und das gilt für den kommunalen Raum genauso wie für kommunale, teils verpachtete, Felder. Der BUND Sachsen wird auch zu den Kommunal- und den Landtagswahlen Forderungen an alle Kandidierenden richten und verlangen, dass auch der Freistaat seine weitreichenden wasser- und naturschutzrechtlichen Befugnisse konsequent zur Zurückdrängung von Pestiziden auch jenseits kommunaler Flächen nutzt.

Die Bildaktion des BUND Sachsen verdeutlicht das Insektensterben und die Bedrohung der Biene, deren Bestäubungsleistung eine zentrale Rolle für die Landwirtschaft hat. Gleichzeitig zeigen wir: Es geht auch anders, ohne Pestizide.

Termin: 19. Mai 2018, 11:00 Uhr
Ort: Canaletto-Blick, Unterhalb der Großen Meißner Straße 15, 01097 Dresden

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