- Dialogforum für Waldeigentümer*innen und Naturschutzinteressierte
- Wildkatzengerechte Lebensräume aktiv mitgestalten
Plauen. Die Wildkatze war lange Zeit in Sachsen und Teilen Thüringens ausgestorben. Langsam kehren die scheuen Tiere wieder zurück, so auch in den Greiz-Werdauer Wald. Eine Ausbreitung ins nahegelegene Vogtland ist möglich, doch dafür braucht die scheue Waldbewohnerin Unterstützung. Die Wildkatze steht mit ihren hohen Lebensraumansprüchen stellvertretend für viele weitere Waldarten. Daher ist sie eine Zielart für den naturnahen Wald und den Biotopverbund.
Gemeinsam laden der BUND Sachsen und der BUND Thüringen zu einem Dialogforum am 25. August 2025 ins Pfaffengut Plauen ein. Ziel ist es zusammen einen Konsens zu finden, wie die Wildkatze dabei unterstützt werden kann, wieder dauerhaft in das Vogtland zurückzukehren. Gerne möchten wir über Maßnahmen und Ideen diskutieren, um gemeinsam Wildkatzenwälder von morgen zu schaffen.
Einladung Dialogforum „Wildkatzenwälder von morgen“
Montag, den 15. August 2025 von 9:30 Uhr bis 14:00 Uhr
Pfaffengut Plauen
Pfaffengutstraße 16
08525 Plauen
Anmeldungen bis zum 20. August 2025 per E-Mail unter wildkatzenbuero(at)bund-sachsen.de
Hintergrund:
Das sechsjährige Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Das Projekt setzen der BUND-Bundesverband, die BUNDjugend und die BUND-Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um.
In Sachsen wird die Maßnahme zusätzlich mit Mitteln des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft gefördert. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. In Thüringen wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten kofinanziert.
Die Europäische Wildkatze ist nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und gilt laut Roter Liste der gefährdeten Arten Deutschlands bundesweit als „gefährdet“. Unsere Hauskatzen stammen nicht von der Wildkatze ab, sondern von der Afrikanischen Falbkatze. Hauskatzen wurden von den Römern nach Mitteleuropa gebracht. Hybride aus Haus- und Wildkatze weisen veränderte genetische Merkmale auf. Die ursprünglich sehr guten Anpassungen an den Lebensraum können bei Wildkatzen-Hauskatzenhybriden verloren gehen. Bisher tritt Hybridisierung vor allem in Baden-Württemberg auf, aber auch in anderen Teilen Deutschlands werden Hybridkatzen genetisch vereinzelt nachgewiesen. Sie sind optisch meistens nicht als solche zu erkennen und können gleichermaßen wie Haus- oder Wildkatzen aussehen. Klarheit liefert nur ein Gentest.
Mehr Informationen:
- Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ des BUND Sachsen: www.bund-sachsen.de/wildkatzenwaelder
- Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ des BUND Thüringen: www.bund-thueringen.de/wildkatzenwaelder
- Wildkatzen-Infopaket (über BUND-intern): https://www.bund.net/mitmachen/bundintern-2/aktionspakete/aktionspaket-wildkatze-1/
- Tipps für Flächenbesitzer*innen und -bewirtschafter*innen: https://www.bund.net/tiere-pflanzen/wildkatze/wildkatzenschutz/naturnahe-waelder-wiesen-schaffen/
Kontakt:
Marlen Schmid, Projektreferentin „Wildkatzenwälder von morgen“ Sachsen,
Tel.: +49 157 57 95 38 82, marlen.schmid(at)bund-sachsen.de
