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BUND Landesverband Sachsen

Zum Weltbienentag: BUND ruft zur Bienenrettung auf – und startet Kampagne für pestizidfreie Kommunen

19. Mai 2018 | BUND, Landwirtschaft, Lebensräume, Naturschutz, Schmetterlinge, Umweltgifte

Am 19. Mai startet der BUND Sachsen mit seiner Kampagne „Pestizidfreie Kommunen“ und einer Bildaktion zum Insektenschutz

Der Bestand der Bienen ist bedroht, ein massenhaftes Insektensterben zu beobachten.
Diesen Umstand will der BUND Sachsen nicht länger hinnehmen. Deshalb hat er heute mit einer Bildaktion am Canaletto-Blick anlässlich des Weltbienentages am 20. Mai eine Kampagne für pestizidfreie Kommunen gestartet. Die Bildaktion versinnbildlicht das Insektensterben und die Bedrohung der Biene, deren Bestäubungsleistung eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft hat.

Den Start der Kampagne „Pestizidfreie Kommunen“ und die Bildaktion kommentiert Prof. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen: „Mit unserer Aktion einen Tag vor dem Weltbienentag starten wir eine Kampagne, mit der wir den Freistaat, Städte und Kommunen in Sachsen dazu auffordern, pestizidfrei zu werden und so zum Schutz von Insekten und insbesondere von Bienen in Anbetracht des dramatischen Insektensterbens beizutragen. In den nächsten Wochen werden wir auf alle sächsischen Städte und Gemeinden zugehen und sie, sollte es nicht bereits geschehen sein, dazu auffordern, ihre kommunalen Flächen – Kulturland wie Nicht-Kulturland – ohne Pestizide zu bewirtschaften und auch die Pächter dieser Flächen zur pestizidfreien Bewirtschaftung zu verpflichten.“

Der BUND Sachsen richtet schon jetzt mit Blick auf die Kommunal- und Landtagswahlen 2019 die Forderung an alle Parteien das Thema Insektensterben endlich ernst zu nehmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. So erwartet der Verband auch, dass der Freistaat seine weitreichenden wasser- und naturschutzrechtlichen Befugnisse konsequent zur Zurückdrängung von Pestiziden auch jenseits kommunaler Flächen nutzt. Schon heute haben sich Städte wie Leipzig, Görlitz, Chemnitz und Dresden sowie die Gemeinde Nebelschütz haben zu einer umwelt- und insektenfreundlicheren Bewirtschaftung ihrer Flächen verpflichtet, im Fall von Görlitz auf BUND-Initiative. Der BUND Sachsen fordert die übrigen Kommunen auf, diesem Beispiel zu folgen.

Ekardt: „In den Kommunen werden Pestizide eingesetzt, um Wege in Parks, Sport- und Spielplätze, Grünanlagen oder Straßenränder frei von unerwünschten Kräutern und Gräsern oder ungeliebten Insekten zu halten. Für viele Tier- und Pflanzenarten wie Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge oder Wildkräuter sind Pestizide ein Verhängnis. Entweder töten und schädigen Pestizide Insekten oder Wildkräuter direkt oder sie dezimieren ihren Lebensraum und ihre Nahrung. Insekten stehen dabei ganz unten in der Nahrungskette – sterben sie, finden auch Vögel, Kleinsäuger wie auch Reptilien und Amphibien nicht mehr ausreichend Nahrung und sind in ihrem Bestand bedroht. Dass heute ausgerechnet Siedlungsgebiete oft die letzten Rückzugsorte für bedrohte Arten sind, die in der Agrarlandschaft keinen Lebensraum mehr finden, ist traurige Realität. Umso mehr können Kommunen Verantwortung und eine Vorreiterrolle für den Artenschutz übernehmen, indem sie bei der Flächenpflege keine Pestizide einsetzen – und das gilt für den kommunalen Raum genauso wie für kommunale, teils verpachtete, Felder.“

Bilder zur heutigen Aktion:

Pressekontakt:
Prof. Dr. Felix Ekardt, Vorsitzender, Tel. 0341/ 49 27 78 66, felix.ekardt(at)bund-sachsen.de
Dr. David Greve, Geschäftsführer, heute erreichbar unter: Tel. 0177/ 341 79 63

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