Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen ©kernjulian.com
Seit Aufklärung und Industrialisierung schien in Europa klar: Den Kindern wird es einmal besser gehen. Diese Situation dreht sich gerade in geradezu beängstigender Geschwindigkeit. Rente, Wehrpflicht, Sondervermögen, Klimawandel, Artensterben: Die junge Generation wird gerade in der Summe massiv belastet – während diejenigen, die sowohl die Klima- und Biodiversitätskatastrophe als auch die Sicherheitslage, zum Beispiel durch lange währende Naivität gegenüber Russland, verursacht haben, die meisten Lasten von sich fernhalten. Beim Klima sieht es besonders düster aus, ist er doch selbst eines der größten Risiken für gewaltsame Konflikte und massive Katastrophen im 21. Jahrhundert. Beim Artensterben sind die planetaren Grenzen, also die Grenzen für eine sichere Fortexistenz der Menschheit, sogar noch deutlicher überschritten als beim Klima. Die gesamte Entwicklung widerspricht aber auch dem Klima-Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts von 2021. Deshalb sind die laufenden, vom BUND Sachsen initiierten Verfassungsklagen zu Klima und Biodiversität beim Bundesverfassungsgericht so wichtig. Weitere Klagen sind in Vorbereitung. Es braucht aber auch eine Jugendbewegung, die mehr Generationengerechtigkeit auf allen Politikfeldern einfordert.
Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A.
Vorsitzender des BUND Sachsen
ferner: Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik www.sustainability-justice-climate.eu
Juristische Fakultät, Interdisziplinäre Fakultät und Wissenschaftscampus Phosphorforschung, Universität Rostock
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