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BUND Landesverband Sachsen

BUND Sachsen begrüßt Ausstieg Leipzigs aus der Braunkohle

07. Dezember 2018 | BUND, Kohle, Ressourcen & Technik

Leipzig will auf Fernwärme aus Braunkohle verzichten. Bis 2023 will die Stadt die Versorgung mit Fernwärme aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf einstellen. Stattdessen sollen unter anderem gasbetriebene Blockheizkraftwerke für die umfassende Wärmeversorgung der Bevölkerung sorgen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Sachsen begrüßt den Vorstoß Leipzigs, aus der Kohle auszusteigen. Das Leipziger „Zukunftskonzept für nachhaltige Wärmeversorgung“ weist teilweise in die richtige Richtung. Leipzig greift damit den möglichen Beschlüssen der derzeit tagenden Kohle-Kommission vor, deren Ziele absehbar bei weitem nicht so ambitioniert wie die der Leipziger sind. Dennoch darf der Wechsel vom fossilen Klimakiller Braunkohle zum fossilen Brennstoff Gas bestenfalls eine Übergangslösung zu einer wirklich klimaneutralen Energieversorgung beispielsweise durch Power-to-X-Technologien sein. Gas ist heute bei der Gewinnung wegen des dabei entweichenden Methans selbst ähnlich problematisch wie die Kohle.

Aus Sicht des BUND Sachsen wäre es darum nur konsequent, nach dem Ausstieg Leipzigs aus der Braunkohle die Leistung im Lippendorfer Kraftwerk zu drosseln und bis spätestens 2025 ganz stillzulegen. Auf der Liste der zehn schmutzigsten Kraftwerke in Deutschland belegt Lippendorf immerhin Platz Drei. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen: „Damit hätte sich auch die Nutzung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain erledigt. Pödelwitz und Obertitz blieben erhalten, und weitere Tagebauschäden würden vermieden.“

Außerdem darf die Ankündigung, das neue Kraftwerk solle perspektivisch mit synthetisch hergestelltem Gas aus erneuerbaren Energien gefüttert werden, nicht nur ein Lippenbekenntnis bleiben. So schnell wie möglich müssen die Stadtwerke Leipzig ihre Pläne mit konkreten Inhalten füllen. Problematisch wäre die ebenfalls erwähnte mögliche Nutzung von Biogas. Hält Leipzig sein Versprechen auf zukünftig nachhaltige Versorgung, kann die Stadt der Landesregierung beweisen, dass ein schneller Ausstieg aus der Braunkohle möglich ist.

 

Weitere Informationen:

www.bund-sachsen.de/braunkohle

Pressekontakt:
Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Tel. 0341/ 49 27 78 66, felix.ekardt(at)bund-sachsen.de

 

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