Tag der Biodiversität am Zoo mit dem BUND

24. Mai 2026 | Feuersalamander, Lebensräume, Naturschutz, Umweltbildung

Bild von dem Stand im Zoo aus der Ferne Stand im Zoo 24.05. ©Magdalena Gedeon

Dieses Jahr öffnete der Dresdner Zoo am Pfingstsonntag, dem 24.05.2026, seine Türen für Jung und Alt mit einem vielfältigen Programm zum „Tag der biologischen Vielfalt“. Natürlich war zu diesem besonderen Anlass auch der BUND vertreten. Bereits um 8:30 Uhr wurden die ersten Stände von verschiedensten, regionalen Akteuren aufgebaut. Um 10 Uhr standen dann auf der Wiese zwischen Ziegen, Erdmännchen und Kamelen eine Kolonne aus bunt geschmückten Zelten. Bald darauf kamen die ersten neugierigen Gesichter auf das Gelände. Neben den Tischen voller Informationen zu Wildbienen, zum Wolf in Deutschland oder Gefäßen mit winzig kleinen Gewässerlebewesen, konnte man bei Uns das Zuhause des Feuersalamanders, die Welt der Gewässer und Feuchtgebiete, entdecken und kennenlernen. 

Besonders angezogen wurden Kinder von dem Habitat-Modell, dass wir extra für diesen Anlass gestaltet hatten. Hier versteckten sich lebensgroße Feuersalamander-Figuren zwischen Steinen und Holz im Laub, während in dem „Gewässerlauf“ die Feuersalamander-Larven gesucht werden konnten. 

Meist wurden wir begrüßt mit dem Satz: „Wo gibt es den denn noch?“ oder „In Deutschland ist der doch fast ausgestorben, oder?“ Unsere Antwort: „Noch nicht, tatsächlich haben wir hier in Sachsen und auch rund um Dresden größere Vorkommen…“ sorgte dann meist für große Augen und einen erfreulichen Hagel an weiteren Fragen.

Die Top-3-Fragen des Tages wollen wir Euch hier natürlich nicht vorenthalten:

Frage 1: Wo wohnen Feuersalamander?

Unsere Antwort:      „Die Larven des Feuersalamanders brauchen ruhig fließende oder stille, 

sauerstoffreiche Gewässer mit ausreichend Nahrung (z.B. Bachflohkrebse), in denen sie sich dann innerhalb von 2 bis 5 Monaten zu einem adulten Tier entwickeln. Einmal Erwachsen leben die  Tiere dann meist versteckt, z.B. in Felsspalten oder unter Totholz, in feuchten Laub- und Mischwäldern.“

Frage 2: Ich habe noch nie einen Feuersalamander gesehen. Woran könnte das liegen?

Unsere Antwort:      „Die besten Chancen einen Feuersalamander zu sehen hat man nach 

einem starken Dauerregen. Dann, wenn der Wald nass, kühl und dunkel ist und wir Menschen eher im Trockenen bleiben, fühlen sich die Tiere am wohlsten und kommen aus ihren Verstecken.“

Frage 3: Warum ist der Feuersalamander in Deutschland gefährdet?

        Unsere Antwort:     „Leider verliert der Feuersalamander, durch die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre, immer größere Teile seines Lebensraums. Dadurch führen immer mehr Bachläufe im Sommer kein Wasser mehr und die Larven sterben, bevor sie das adulte Stadium erreichen können. Hinzu kommt, dass sich in jüngster Zeit der Pilz „Batrachochytrium salamandrivorans“ (kurz Bsal) in den Populationen ausbreitet. Dieser löst eine tödliche Hautkrankheit bei den Tieren aus und dezimiert so die Bestände.“

Es liegt also ein dunkler Schatten über unseren gefleckten Freunden. Umso wichtiger ist es uns, unser Wissen über die kleinen Wesen mit anderen Menschen zu teilen. Aber wie vermittelt man den zahlreichen kleinen Besuchern des Zoo’s dieses Wissen? Diese Frage haben wir uns auch gestellt und uns, neben dem Habitat-Modell, noch ein paar weitere Aktionen ausgedacht: 

Für die analytischen Entdecker…
Das Feuersalamander-Memory: In unserem Memory mussten die Bilder-Pärchen gefunden werden, welche denselben Feuersalamander abbilden.

Fun-Fact: Jeder Feuersalamander ist eindeutig an seiner Musterung erkennbar, so ähnlich wie wir Menschen an unseren Fingerabdrücken.

Und für die kreativen Köpfe…
Male deinen eigenen Feuersalamander an: Hier konnten schwarze, lebensgroße Salamander-Figuren, ganz kreativ, mit gelben Flecken versehen werden.

Fun-Fact: Schon die Larven sind an den gelben Punkten an ihren vier Beinansätzen bestimmbar, welche später auch bei jedem adulten Tier deutlich ausgeprägt sind.

All unsere Aktivitäten wurden mit viel Interesse angenommen und gliederten sich gut in die große Bandbreite der sonstigen, angebotenen Aktionen ein. 

Um 17 Uhr packten wir dann zufrieden unsere Sachen zusammen. Ein langer und erlebnisreicher Tag ging so zu Ende. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein kleiner Junge, etwa 4 Jahre alt, welcher ganz aufgeregt mit seinem Vater an unseren Stand kam. In Windeseile sammelte er alle Feuersalamander-Figuren, aus dem aufgebauten Habitat und von den Tischen, ein und stapelte sie auf einer Bank. Als ich ihm sagte, dass die Tiere doch aber die Feuchtigkeit des Baches zum Überleben brauchen schaute er mich mit großen, erschrockenen Augen an. Ohne etwas zu sagen, eilte er zu unserem „Bachlauf“ zurück und legte jedes einzelne Tier, ganz vorsichtig, wieder an seinen Platz. 

Dieses Beispiel hat mir erneut gezeigt, wie intuitiv Kinder lernen, und dass gerade solche Veranstaltungen dabei helfen das Wissen in die nächsten Generationen zu tragen. Und wer weiß: Vielleicht sieht man den BUND ja auch nächsten Jahr wieder beim Tag der biologischen Vielfalt auf dem Zoo-Gelände. Vielleicht kommen Sie vorbei?

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