Niedrigwasser der Elbe in Dresden ©
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Dresden. Nach der Niedrigwasserkonferenz des Bundesverkehrsministeriums am 6. August und den angekündigten weiteren Gesprächen mit den Ländern fordert der BUND Sachsen, den Umgang mit der Elbe an die Realitäten anzupassen. Rhein, Donau und Elbe werden in der aktuellen Debatte häufig gemeinsam als Wasserstraßen betrachtet. Die Voraussetzungen an den Flüssen unterscheiden sich jedoch erheblich. Anders als am Rhein und an der Donau findet Güterschifffahrt auf der Oberen und Mittleren Elbe inzwischen jedes Jahr über lange Zeiträume nicht mehr statt. Seit Februar 2025 herrscht nahezu durchgängig Niedrigwasser; nur wenige Güter konnten in diesem Frühjahr transportiert werden.
„Man kann eine Fahrrinne vertiefen, aber kein Wasser herbeibaggern. Wer jetzt über Maßnahmen für eine verlässlich schiffbare Elbe spricht, muss anerkennen, dass dem Fluss dafür immer häufiger schlicht das Wasser fehlt“, erklärt Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen, zu den Forderungen aus der Staatsregierung nach einer nahezu ganzjährigen verlässlichen Güterschifffahrt.
Aus Sicht des BUND geht diese Debatte am eigentlichen Problem vorbei. Seit dem Jahr 2014 haben Niedrigwasser an der Elbe extrem zugenommen. Eine tiefere Fahrrinne kann das nicht ausgleichen. Statt eine möglichst durchgängige Schiffbarkeit zum politischen Maßstab zu machen, müssen Bund und Länder sich an den Fakten orientieren. „Die entscheidende Frage ist, wie wir unsere Flüsse widerstandsfähiger gegen die Folgen der Klimakrise machen und nicht, wie wir sie an überholte Nutzungsansprüche anpassen“, so Ekardt.
Mit dem Gesamtkonzept Elbe gibt es bereits einen Rahmen, der die Anforderungen der Bundeswasserstraße mit der ökologischen Entwicklung des Flusses zusammenführen soll. Der BUND Sachsen fordert, dass die Elbe in Gesprächen zwischen Bund und Ländern nicht allein auf ihre Funktion als Verkehrsweg reduziert werden darf. Als frei fließender Fluss und bedeutende Flusslandschaft ist die Elbe Lebensraum für zahlreiche Arten. Naturnahe Flüsse und Auen halten Wasser in der Landschaft zurück und können die Folgen von Trockenheit und Hochwasser abmildern.
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