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BUND Landesverband Sachsen

Pestizidfreie Kommunen in Sachsen

Mit unserer Kampagne "Pestizidfreie Kommunen in Sachsen" ermutigen wir Kommunen zu einer insektenfreundlichen Bewirtschaftung ihrer Flächen ohne Glyphosat und andere Gifte. Siedlungsgebiete sind oft letzte Rückzugsorte für bedrohte Arten, die in der Agrarlandschaft keinen Lebensraum mehr finden. Kommunen müssen hier Verantwortung und eine Vorreiterrolle für den Artenschutz übernehmen.

Der BUND Sachsen fordert

  • Insektensterben stoppen!
  • Pestizidfreie Bewirtschaftung der Flächen im Eigentum der sächsischen Staatsregierung (Universitäten, Museen, Krankenhäuser, Polizei, Staatswald und alle anderen Liegenschaften)
  • Erhebliche Reduzierung der in Sachsen ausgebrachten Pestizide in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und den Kommunen
  • Bessere Kontrolle des Einsatzes von Pestiziden und wirkungsvolle Sanktionen bei Verstößen gegen das PflanzenschutzGesetz
  • Berufliche Aus- und Fortbildung: bienenfreundliche und pestizidfreie Flächenpflege vermitteln, Lehrpläne überarbeiten, Bewusstsein verändern
  • Pestizidfreien Kommunen als Thema der Kommunal- und Landtagswahlen 2019

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Frau Merkel, retten Sie unsere Insekten!

Der Aktionsplan Insektenschutz muss richtungsweisende und verbindliche Maßnahmen beinhalten, die den Schutz unserer Insekten entscheidend vorantreiben. Doch die Ministerinnen Svenja Schulze und Julia Klöckner finden seit Monaten keine Einigung. Bundesumweltministerin Schulze hat gute Vorschläge vorgelegt, allerdings stagnieren die Verhandlungen mit Bundesagrarministerin Klöckner.

Wenn nichts passiert, wenn wir keinen durchdachten und zukunftsweisenden Insektenschutz bekommen, schreiten das Insektensterben und der Verlust der biologischen Vielfalt/ vieler anderer, von Insekten abhängenden immer weiter voran und bedrohen zudem die Leistungsfähigkeit unserer Landwirtschaft.

Mehr als 108.000 Nachrichten haben unsere Unterstützer*innen an die zuständigen Ministerien geschickt. Geeignete Vorschläge aus dem Bundesumweltministerium für den Insektenschutz, insbesondere in der Landwirtschaft liegen vor, doch das Agrarministerium um Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner stimmt diesen bisher nicht zu.

Auch Bundeskanzlerin Merkel kann an dem dramatischen Artensterben nicht mehr vorbeisehen. Spätestens der Weltbiodiversitäts- -Bericht des IPBES im Mai dieses Jahres muss ihr als Weckruf gelten. Eine Blockade des Insektenschutzes durch das Landwirtschaftsministerium zugunsten der Agrar-Industrie darf es nicht geben.

Kanzlerin Merkel muss jetzt richtungsweisend ihre Richtlinienkompetenz einsetzen. Nur wenn die Kanzlerin umgehend handeln, haben Wildbienen, Marienkäfer und Co. eine Chance und bislang geschwächte Arten können sich erholen. Dann wird es weiter summen und brummen.

Bitte unterschreiben Sie jetzt unseren Eilappell an die Kanzlerin. Ein verbindlicher Aktionsplan Insektenschutz ist wegweisend und muss Insekten eine bessere Zukunft geben.

Eilapell an die Kanzlerin

Überblick über pestizidfreie und pestizidnutzende Kommunen in Sachsen

Ist Ihre Kommune pestizidfrei? Wissen Sie, ob in Ihrer Gemeinde Glyphosat genutzt wird? Was tut Ihre Stadt für die biologische Vielfalt?

Die Umfrage

Im Rahmen der Kampagne "Pestizidfreie Kommunen in Sachsen" hat der BUND Sachsen 421 Städte und Gemeinden angeschrieben und zu ihrem Gebrauch von Insekten- und Unkrautvernichtungsmitteln befragt. Von den angeschriebenen Kommunen haben 314 auf die Umfrage reagiert:

  • 177 gaben an, auf kommunalen Flächen ohne Pestizide zu wirtschaften.
  • 77 behandeln ihre Flächen regelmäßig mit Glyphosat.
  • 53 haben sich motiviert gezeigt, Pestizide nicht mehr zu nutzen. Diese Kommunen haben ihren Pestizideinsatz bereits stark reduziert oder testen Alternativen.
  • 41 können einen Einsatz von Glyphosat auf allen kommunalen Flächen ausschließen.
  • 32 konnten ausschließen, dass Pestizide auch auf verpachteten Flächen angewendet würden. Es gibt nur wenige Kommunen, die klare Regelungen über die Bewirtschaftung durch Pächter*innen haben.

Die Gründe, Pestizide zu nutzen sind oft die Gleichen: Alternativen seien zu teuer und ineffizient, gerade bei der Bekämpfung von invasiven Arten, sogenannten Neophyten. Bürger*innen beschwerten sich über einen unordentlichen Zustand der Flächen. Im Kontrast hierzu stehen die Kommunen, die teils seit vielen Jahren auf Alternativen und veränderte Pflegekonzepte umgestellt haben.

Weitere Ergebnisse

 

Ihre Stadt oder Gemeinde fehlt?

Ist ihre Kommune nicht dabei? Dann fragen Sie dort doch direkt bei ihrem Bürgermeister oder ihrer Bürgermeisterin nach oder nutzen Sie unsere Briefvorlage, um ihre Kommune zum Pestizidausstieg aufzufordern.

Eine Liste der Adressen sächsischer Kommunen finden Sie hier.

Wir legen Wert auf Vollständigkeit. Sollte Ihre Stadt oder Gemeinde pestizidfrei wirtschaften und trotzdem auf unserer Karte fehlen, schreiben Sie uns! Vielen Dank!

Pestizidfreie Kommunen in Sachsen - was macht der BUND Sachsen?

  • 2019 - Entwicklung eines sächsischen Ausstiegsfahrplans für den Einsatz von Glyphosat bzw. Pestiziden
  • 2019 - Verzicht auf Pestizid-Einsatz als Thema der Kommunal- und Landtagswahlen in Sachsen
  • 11. Januar 2019 - Fachtagung "Sachsen pestizidfrei" für Städte und Gemeinden 
  • 22. November 2018 – Postkartenaktion in drei Beispielkommunen
  • 15. November 2018 – Mitmachaktion: Aufruf zum Falter Falten  
  • 15. Oktober 2018 - BUND Sachsen veröffentlicht Umfrageergebnisse 
  • 9. Juli 2018 - BUND Sachsen hakt bei Städten und Gemeinden nach, die bislang noch nicht auf unsere Anfrage reagiert haben 
  • 29. Mai 2018 - BUND Sachsen versendet Anfrage zum Pestizideinsatz an 421 Städte und Gemeinden in Sachsen 
  • 19. Mai 2018 - Auftakt zur Kampagne Pestizidfreie Kommunen in Sachsen 

Schluss mit giftig!

Über 40.000 Tonnen Pestizide belasten jährlich in Deutschland die Umwelt, Tendenz steigend. Weltweit und auch in Deutschland erleben wir deswegen einen zunehmenden Verlust der Artenvielfalt. Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie ist es, den Verlust von Arten zu stoppen.

Siedlungsgebiete sind oft letzte Rückzugsorte für bedrohte Arten, die in der Agrarlandschaft keinen Lebensraum mehr finden. Kommunen müssen hier Verantwortung und eine Vorreiterrolle für den Artenschutz übernehmen. Auch für die menschliche Gesundheit, die Lebensqualität und den Tourismus ist der Pestizidverzicht ein Gewinn. Die internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen stuft unter anderem Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“ ein.

Mit der Kampagne „Pestizidfreie Kommunen in Sachsen“ will der BUND Sachsen Impulse schaffen, um Städte und Gemeinden zu einer pestizidfreien, nachhaltigen und insektenfreundlichen Bewirtschaftung ihres Kultur und Nicht-Kulturlandes zu ermutigen.

Als Kulturland gelten landwirtschaftlich, gärtnerisch oder forstwirtschaftlich genutzte Freilandflächen, also etwa Beet- und Rasenflächen in Parks, begrünte Sportflächen und Friedhöfe.

Nicht-Kulturland sind unter anderem Straßen, Wege aller Art, Plätze, Parkplätze, Böschungen, Gleisanlagen, Hafenanlagen und Flughäfen, aber auch Grünflächen wie Naturschutz-Ausgleichsflächen, Spiel- und Liegewiesen, Spielplätze, Schulen, Kindergärten und Schwimmbäder.

15 Forderungen als Download

 

Ein neues Schönheitsideal

Wildkräuter sind keine Unkräuter. Ihre Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Für Insekten sind Wildkräuter nicht nur schön, sondern überlebensnotwendig. Wenn die Obstblüte im Frühjahr vergangen ist, liefern sie ihnen Nahrung für den Rest des Jahres und sichern das Überleben der nächsten Generation. Als Bestäuber sind Wildbienen, Hummeln oder Schwebfliegen ein wesentlicher Faktor in der Produktion unserer Lebensmittel. Ohne Insekten sieht es auch für den Menschen schlecht aus.

Kommunen können ihren Teil zum Überleben beitragen und ein verändertes Schönheitsideal für Straßen, Wege und Plätze schaffen. Wie ordentlich muss eine Fläche tatsächlich aussehen? Von dieser Frage hängt im Wesentlichen der Einsatz von Pestiziden ab. Wege mit fließenden Übergängen statt schnurgeraden Kanten? Bunt blühende Gräser und Kräuter anstelle von raspelkurzen Rasenflächen? Lassen Sie Ihre Bürgermeister*innen wissen, wie bunt und vielfältig Sie sich Ihre Kommune wünschen.

Eine gesunde Mischung aus intensiver Pflege und geringem Aufwand sieht schön aus. Sie steigert den Erlebniswert und leistet ganz nebenbei einen Beitrag zu mehr innerstädtischer Biodiversität.

 

Materialpaket "Insekten schützen..."

Wildbienen retten...

Unsere bereits vorformulierte Postkarte "Wildbienen retten..." richtet sich an die Bürgermeister*innen Ihrer Kommunen. Mit der Karte fordern Sie Ihre gewählten politischen Vertreter*innen dazu auf, sich für einen Verzicht von Pestiziden auf kommunalen Flächen einzusetzen.

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Fotogalerie zur Fotoaktion mit gefalteten Schmetterlingen

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