Nicht an der CO₂-Bepreisung sparen, sondern an fossiler Abhängigkeit

10. April 2026 | Energiewende, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ressourcen & Technik, Umweltbildung, Wirtschaft

Kommentar zu Ministerpräsident Kretschmers Statement gegenüber der Sächsischen Zeitung und Leipziger Volkszeitung

Zapfsäule einer Tankstelle Symbolbild ©Adobe Stock/ Zedspider

Sachsen. Michael Kretschmer fordert wegen der hohen Spritpreise die Aussetzung der CO₂-Bepreisung. Dahinter steht die Erwartung, Verbraucher und Verbraucherinnen kurzfristig zu entlasten, weil sich der Literpreis dadurch um einige Cent senken ließe. Zugleich wird die CO₂-Abgabe von ihm als Belastung für Pendler, Familien und Betriebe dargestellt. 

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen, dazu: „Die Forderung, jetzt die CO₂-Bepreisung auszusetzen, greift viel zu kurz. Sie ist allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein und lenkt von dem eigentlichen Problem ab: unserer gefährlichen Abhängigkeit von fossilen Energien. Die aktuelle Lage zeigt doch gerade, wie krisenanfällig Öl und Gas sind und wie teuer uns dieses Festhalten an alten Strukturen zu stehen kommt. Statt klimapolitische Instrumente infrage zu stellen, müssen wir das Geld konsequent in den Ausbau erneuerbarer Energien, in Energiesparen und in eine sozial gerechte Entlastung investieren. Nur so lassen sich Preise langfristig wirklich senken und Versorgungssicherheit schaffen.“

Artikel mit Kretschmers Statement

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